Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 232 (12/2014).

EDITORIAL: 25 Jahre Europäisches BürgerInnenforum.

EDITORIAL: 25 Jahre Europäisches BürgerInnenforum.

Im November 1989 fiel die Berliner Mauer. Es sollte das Ende des «Kalten Krieges» sein. Einen Monat danach gründeten wir das Europäische BürgerInnenforum, das «EBF». Im Sommer 1990 fanden sich vierhundert Menschen aus Ost und West zum ersten EBF-Kongress in Limans (Südfrankreich) ein. Ziel dieser Versammlung und aller darauf folgenden war es, direkte Verbindungen zwischen Bürger_in-nen aus dem Osten, dem Westen, dem Süden und dem Norden herzustellen, um gemeinsam neue Formen eigenständiger Entwicklung zu schaffen, die weder dem Mechanismus des bürokratischen Zentralismus noch jenem des zügellosen «freien» Marktes unterliegen. Endlich konnten wir mit Menschen, die hinter dem «Eisernen Vorhang» gelebt hatten, zusammen kommen und mit so manchen von ihnen Projekte planen und durchführen. Viele neue Freundschaften entstanden. Die «Ossis» hatten andere Erfahrungen gemacht als wir. Sie erzählten uns, dass sie im Alltag – oft auf sehr kreative Art – gegen die bürokratische Willkür Widerstand geleistet hatten und den «real existierenden Sozialismus» nicht nur – wie nach westeuropäischer Propaganda anzunehmen war – erduldet, sondern einiges daran sogar genossen hatten. Original Author:  Constanze Warta

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FRANKREICH: Die hässliche Fratze des Staudammprojekts

FRANKREICH: Die hässliche Fratze des Staudammprojekts

Ende Oktober wurde ein junger Mann bei einer Demonstration gegen das Staudammprojekt in Sivens, Südwestfrankreich, durch eine von der Polizei abgefeuerten Granate getötet. Seither wird der Protest gegen das sinnlose Bauvorhaben auf skandalöseWeise von Politik und Medien verunglimpft.Anfang September 2014 verkündete der französische Premierminister auf offiziellem Besuch im Departement Gironde vor den Mitglieder_innen der FNSEA – der produktivistisch ausgerichteten konservativen Bauerngewerkschaft – stolz: «Wir haben beim Staudamm von Sievens nicht nachgegeben». Diese politische Unnachgiebigkeit scheint, trotz des Todes eines Demonstranten, anzudauern. Im Fadenkreuz der Behörden sind die Opponent_innen, die gegen dieses völlig überdimensionierte Projekt eine neue ZAD1 gebildet haben. Rémi Fraisse, ein 21-jähriger Ökologiestudent, wurde in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2014 bei einer Demonstration gegen dieses Staudammprojekt von Sievens, im Tal des Testet im Südwesten Frankreichs, von der Polizei durch eine auf die Demonstrant_innen gezielt abgefeuerte Granate getötet. Am Sonntag, den 16. Original Author:  Bertrand Louart, Chronist für Radio Zinzine

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MALI: Abbruch des Uranminenprojekts in Falea

MALI: Abbruch des Uranminenprojekts in Falea

Eine gute Nachricht: In der Gemeinde Falea in Mali wird es vorläufig keine Uranmine geben! Seit über vier Jahren kämpfte die Initiative von Einwohner_innen, ehemaligen Bewohner_innen und Freund_innen von Falea (ARACF)1 zusammen mit dem Europäischen BürgerInnenforum gegen dieses umweltzerstörende Projekt.  Der neue Besitzer des Uranmineprojektes, der Konzern Denison Mines (DNN)2, hat die Exploration für die geplante Uranmine in Falea abgebrochen und sich aus dem Gebiet zurückgezogen. Es bleiben ihm die unter zweifelhaften Umständen erworbenen Besitztitel. Der Hauptgrund  für diesen Rückzug ist der Preisrückgang für den Energierohstoff Uran (Yellow Cake). Diese Tatsache verhindert momentan die Erschließung neuer Uranabbaustätten. Die weltweite Produktionskapazität ist zu groß. Die Atomkatastrophe in Fukushima von 2011 hat dem Geschäft schwer zugesetzt. Sicherlich hat auch der anhaltende Widerstand der Einwohner_innen von Falea mit internationaler Unterstützung vom EBF, von verschiedensten NGOs und von Städten wie Genf zum Abbruch des Minenprojektes beigetragen. Ein Erfolg! Original Author:  Text aus dem Falea-Rundbrief von Hannes Lämmler, EBF und Prof. Many Camara, ARACF, Herbst 2014.

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UKRAINE: Die Entwicklung seit der Maidan-Bewegung

UKRAINE: Die Entwicklung seit der Maidan-Bewegung

Ende September 2014 trafen sich auf Initiative des EBF ca. 30 Menschen aus Ost und West in Nikitsch, einem kleinen Ort nahe der österreich-ungarischen Grenze. Maksim Butkewytsch, Journalist und Menschenrechtsaktivist aus Kiew, zeichnete bei dieser Gelegenheit in einem Interview mit dem Archipel die beunruhigenden Entwicklungen der letzten Monate in der Ukraine nach.Archipel: Du warst am Kiewer Maidan beteiligt. Wie hat alles begonnen?Maksim Butkewytsch: Der Anfang ist bekannt: Auslöser der Demos war der Beschluss der ukrainischen Regierung, das Assoziationsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterschreiben. Nach acht Tagen beauftragte Janukowytsch die Polizei, die Demonstrationen mit Gewalt zu beenden, und schickte Spezialeinheiten – sie heißen bei uns Berkut – auf den Maidan. An diesem Tag wurden 80 Personen zum Teil schwer verletzt. Die Polizei begründete ihr Vorgehen damit, dass ein Weihnachtsbaum auf dem Maidan aufgestellt werden sollte. Am folgenden Tag, dem 1. Dezember 2013, protestierten über 100'000 Menschen in Kiew gegen die Polizeigewalt, aus dem «Euro-Maidan» wurde der  «Maidan». Original Author:  Radiointerview von Nick Bell

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WALD: Weltweites Biomassaker

WALD: Weltweites Biomassaker

Der Kampf gegen die riesigen Biomasse-Kraftwerke von E.On in Gardanne und Inova in Brignoles im Süden Frankreichs geht weiter, nicht zuletzt mit zwei Demonstrationen an Ort und Stelle, die das Kollektiv SOS Forêt du Sud organisiert hat und bei denen sich mehrere hundert Gegner_innen der Kraftwerke trafen. Am 5. Oktober fanden wir uns vor dem Rathaus in Gardanne ein, mitten im Wochenmarkt. Es waren Mitglieder von SOS Forêt aus mehreren Departements sowie zahlreiche Kommunalpolitiker_innen und Abgeordnete dabei, die sich um die Zukunft der Wälder und der lokalen Biomasse-Branche sorgen. Am 16. Oktober versammelten wir uns in Florac in den Cevennen.Trotz dieses Protests, trotz zweier Rekurse gegen die bereits gewährten Betriebsgenehmigungen an E.On, trotz der starken Kritik aus Experte_innenkreisen, der Fors-tarbeiter_innen-Gewerkschaft und der Kommunalpolitiker_innen, verfolgt E.On die Vorbereitungsarbeiten für sein wahnwitziges Bio-masse-Projekt, das durch Holzverbrennung elektrische Energie erzeugen soll. Seit dem 20. Original Author:  Nicholas Bell

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