Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 253 (11/2016).

AGRARKONZERNE: Das Monsanto-Tribunal stellt neue Weichen

AGRARKONZERNE: Das Monsanto-Tribunal stellt neue Weichen

Das Monsanto-Tribunal, das vom 14. - 16. Oktober 2016 in Den Haag stattgefunden hat, war ein ausserordentliches Ereignis und wird sicherlich in den nächsten Monaten noch einige Wellen schlagen. Das Tribunal geht auf eine internationale zivilgesellschaftliche Initiative zurück, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Konzern für Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Ökozid1 zur Verantwortung zu ziehen. Original Author:  Michael Rössler

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MIGRATION: Das neokoloniale Projekt von La Valetta

MIGRATION: Das neokoloniale Projekt von La Valetta

Schlag auf Schlag liefern in diesen Tagen Vertreter_innen der europäischen Politik-Eliten neue Vorstösse zur Abwehr von Migrant_innen und Flüchtenden weit vor den Toren der Festung Europa. Nach dem medienwirksam in Szene gesetzten Deal mit dem türkischen AKP-Regime sollen immer mehr Staaten dazu verpflichtet werden, zum einen abgeschobene Personen «zurückzunehmen» und andere von vornherein an der Aus-, bzw. Weiterreise zu hindern. Original Author:  Hans-Georg Eberl, Afrique-Europe-Interact

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MIGRATION: Die subsaharischen Migrierten in Marokko

MIGRATION: Die subsaharischen Migrierten in Marokko

Die Lage dieser Menschen könnte kaum paradoxer sein: einerseits spricht man auf dramatisierte und übertriebene Weise von den zehntausenden subsaharischen Migrant_innen, die in Marokko leben und nur darauf warten würden, nach Europa «einzudringen». Doch wenn es darum geht, die Verantwortung für die Bootsunglücke zu übernehmen, die ja eine unmittelbare Konsequenz der europäischen Migrationspolitik sind, spielt man oftmals die Zahlen herunter und redet von einigen «Illegalen», die ertrunken seien.Die Zahlen, die im ersten Fall angegeben werden, sind oftmals Gegenstand von Verhandlungen über Finanzhilfen oder politische und diplomatische Dividenden. Sie werden in Europa von populistischen Medien publiziert, um in der Bevölkerung Angst zu schüren und so die Implementierung einer Migrationspolitik zu rechtfertigen, die einzig und allein einem Sicherheitsdispositiv gehorcht. Aus diesen Gründen ist es unbedingt notwendig, die Zahlen, die in Bezug auf die so genannte irreguläre Migration zirkulieren, kritisch zu betrachten und zu hinterfragen.Sicherheit – für wen? Original Author:  Emanuel Mbolela

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MIGRATION: Flüchtlingsdeal Afghanistan

MIGRATION: Flüchtlingsdeal Afghanistan

Am 4. und 5. Oktober diskutierten in Brüssel Delegationen aus 70 Ländern und von 20 internationalen Organisationen die Zukunft der Hilfe für Afghanistan. Die Verknüpfung von Finanzunterstützung mit der Verpflichtung zur Rücknahme von Flüchtlingen ist das neue Paradigma der EU-Entwicklungshilfe. Kurz davor berichtete medico international* von dem geleakten Dokument der EU-Kommission für dieses Treffen. Hier wird geplant, weitere finanzielle Unterstützungen für das kriegszerstörte und bitterarme Land von der Zustimmung der afghanischen Regierung zur Aufnahme von 80‘000 afghanischen Geflüchteten aus Europa abhängig zu machen. Ein entsprechendes Abkommen möchte die Kommission bereits im Sommer nächsten Jahres in Kraft setzen. In parallelen Verhandlungen mit dem Iran und Pakistan soll erreicht werden, dass sich diese beiden Länder bereit erklären, noch mehr Geflüchtete aus dem Hindukusch aufzunehmen, als sie das sowieso schon getan haben: 2,5 Millionen Afghanen leben heute im Iran, in Pakistan sind es fast drei Millionen. Original Author:  medico international, 30. September 2016

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UNGARN: Rassisten-Referendum

UNGARN: Rassisten-Referendum

Am 2. Oktober wurde in Ungarn ein Referendum bezüglich der Aufnahme von Geflüchteten durchgeführt. Wegen ungenügender Stimmbeteiligung wurde es für ungültig erklärt. Die Frage war auf eine Art und Weise gestellt, dass sich in den Augen der meisten Angesprochenen nur eine Antwort ergeben konnte, und zwar eine negative. Gewöhnlich ist es anders, aber in diesem Falle mochten die Machthaber gar zu gerne einen Ausgang sehen, bei dem eine starke Mehrheit des Wahlvolks mit «Nein» zur gestellten Frage abstimmt.Und diese Frage lautete wie folgt: «Wollen Sie, dass die Europäische Union eine obligatorische Ansiedlung nicht-ungarischer Bürger in Ungarn ohne Zustimmung des ungarischen Parlaments anordnet?» So und nicht anders stand es auf den Stimmzettel, als die Wahlbevölkerung in Ungarn am Sonntag, den 2. Oktober, durch die konservativ-völkisch-autoritäre Regierung unter Viktor Orban in die Abstimmungslokale gebeten wurde. Original Author:  Bernard Schmid

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Aktuelle Termine

Feb 2017
22
10:00
Como-Chiasso: Menschenrechtspreis "Offene Alpen" an FlüchtlingshelferInnen

Der Schweizer Menschenrechtspreis „Offene Alpen“, der 1997 von Flüchtlingskaplan Cornelius Koch ins Leben gerufen wurde und mit 12'000 Franken dotiert ist, geht im Jahr 2017 je zur Hälfte an die zwei Werke „Firdaus“ der Tessiner Kantonsrätin Lisa Bosia Mirra und das „Progetto Accoglienza Rebbio“ von Pfarrer Don Giusto della Valle in Como. Die Preisverleihung findet am 22.Februar 2017 um 10 Uhr in Chiasso in Gegenwart von Bischof Jacques Gaillot aus Paris statt. Einladung hier herunterladen.


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