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ÖSTERREICH: Die Wahl der Qual

Wie geht es weiter in Österreich? Am 2. Dezember wird neu gewählt. Nach der Erleichterung im Mai1 kam die Wahlanfechtung. Der Hauptgrund: Schlampigkeit. Wenn die rechtsextreme FPÖ die Wahl gewonnen hätte, wäre es wohl kaum zu dieser Wahlanfechtung gekommen.
Beschwerdevertreter der FPÖ gegen die Bundespräsidentenwahl ist Herr Dr. Böhmdorfer, langjähriger Anwalt von Jörg Haider und danach äusserst kritisierter Justizminister.2
Armin Thurnher, jahrzehntelanger Herausgeber und Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung «Falter», schrieb im Sommer einen brillanten Essay zu dieser Thematik «Ach Österreich! Europäische Lektionen aus der Alpenrepublik», den er Ende September in Wien vorstellte: Eine aktuelle Analyse der letzten Jahrzehnte österreichischen Politikgeschehens, ein guter Einblick in die österreichische Politik und die Vorgänge um die Präsidentschaftswahlen im Speziellen. Auch wenn die Wahlsuppe, die zurzeit von den Rechtsextremen Strache, Hofer und Co gekocht wird, ungeniessbar ist – der intelligente Humor, mit dem Armin Thurnher sie schildert, ist ein Genuss! Bei dieser Lektüre wird klar: Wir werden den «Feschisten»3 das Feld nicht überlassen.

1. Bei der Wahl zum Bundespräsidenten im Mai 2016 hatte der grüne Kandidat Alexander Van der Bellen nach einer grossen öffentlichen Mobilisierung knapp den rechtsextremen Anwärter der FPÖ, Norbert Hofer geschlagen.
2. Während seiner vierjährigen Amtszeit (2000 – 2004) gab es sieben Misstrauensanträge der Opposition im Nationalrat gegen ihn.
3. Von Armin Thurnher geprägte Bezeichnung für die FPÖ-Politiker seit Jörg Haider, der grossen Wert auf ein «fesches» Aussehen legte.

 

verfasst von Constanze Warta,  17.11.2016, eingestellt von ute
Thema Nah & Fern im Archipel 253 (11/2016)
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Archipel

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Ausgabe: 253 (11/2016)

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Februar 2017


Feb 2017
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10:00
Como-Chiasso: Menschenrechtspreis "Offene Alpen" an FlüchtlingshelferInnen

Der Schweizer Menschenrechtspreis „Offene Alpen“, der 1997 von Flüchtlingskaplan Cornelius Koch ins Leben gerufen wurde und mit 12'000 Franken dotiert ist, geht im Jahr 2017 je zur Hälfte an die zwei Werke „Firdaus“ der Tessiner Kantonsrätin Lisa Bosia Mirra und das „Progetto Accoglienza Rebbio“ von Pfarrer Don Giusto della Valle in Como. Die Preisverleihung findet am 22.Februar 2017 um 10 Uhr in Chiasso in Gegenwart von Bischof Jacques Gaillot aus Paris statt. Einladung hier herunterladen.

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