Archipel

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MAROKKO: Reise ans Tor zur Hölle

MAROKKO: Reise ans Tor zur Hölle

Seit einiger Zeit berichten wir im Archipel regelmässig über die subsaharischen Migrantinnen und Migranten in Marokko. Als ich im Februar 2017 Emmanuel Mbolela1 auf seiner Buchpräsentationstournee im Südosten Frankreichs kennenlernte, fasste ich den Entschluss, nach Rabat zu reisen, um die Frauen zu treffen, die dort im Frauenhaus des Vereins Baobab für einige Zeit Schutz finden. Für einige Zeit nur, die jedoch umso wertvoller für sie ist angesichts der schrecklichen Odyssee, auf der sie sich befinden. Über die Begegnungen mit diesen Frauen zu berichten ist nicht einfach aber notwendig. Sie brauchen Hilfe und kein Mensch, der ihnen begegnet ist, kann sie aus seinem Gedächtnis löschen. Sie sind die lebendigen Geister unserer Kolonialzeit, unserer Kriege, die Albträume unseres protegierten Wohlbefindens und zusätzlich Opfer des Frau-Seins. Wir werden zu Zeug·innen des Unakzeptablen.Begegnung mit den Frauen Original Author:  Marie Pascale, Longo maï, FCE

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KAPITALISMUS & FLUCHTURSACHEN: G20 in Hamburg – Widerstand bleibt notwendig

KAPITALISMUS & FLUCHTURSACHEN: G20 in Hamburg – Widerstand bleibt notwendig

Es war nicht anders zu erwarten: Sei es Klimaschutz, Afrika-Politik, Friedenssicherung oder globaler Handel – das Treffen der G20 in Hamburg brachte keinerlei Fortschritte für soziale Gerechtigkeit oder eine ökologische Wende. Der Widerstand gegen den fossil betriebenen Kapitalismus bleibt notwendig. Original Author:  Alexander Behr, EBF, Österreich

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FLUCHT & MIGRATION: Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört

FLUCHT & MIGRATION: Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört

Vom 6. bis 8. Oktober 2017 findet in Leipzig eine unter anderem von Afrique-Europe-Interact mitinitiierte Konferenz statt, die sich aus einer praktischen und politischen Perspektive mit den Zusammenhängen zwischen Flucht und Migration, selbstbestimmter Entwicklung und ökologischer Krise auseinandersetzen soll.Wenn wir von «praktischer und politischer Perspektive» sprechen, wollen wir zum Ausdruck bringen, dass es sich nicht um eine wissenschaftliche Konferenz handeln soll, auch wenn wir uns wünschen, dass auch Wissenschaftler·innen zu Wort kommen. Vielmehr möchten wir zu einer grundsätzlichen Debatte mit ganz verschiedenen Akteur·innen einladen: Selbstorganisierten Geflüchteten und Migrant·innen, antirassistischen Gruppen, Klimaaktivist·innen, landwirtschaftspolitischen Netzwerken, Mitarbeiter·innen von NGOs, Wissenschaftler·innen und allen anderen, die das Thema für wichtig und relevant erachten. Original Author:  Das Vorbereitungskomittee

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VENEZUELA: Ein kooperatives Projekt besteht in der Krise

VENEZUELA: Ein kooperatives Projekt besteht in der Krise

Seit 50 Jahren besteht das Kooperativennetz Cecosesola im Nordwesten Venezuelas. Die derzeitige Situation der Verknappung von Lebensmitteln und Medikamenten in Venezuela hat weit reichende Auswirkungen, auch auf die Entwicklung von Cecosesola. Eine Analyse der Krise in Venezuela und deren Auswirkungen auf das Kooperativennetz. Überblick über die Aktivitäten 150 Personen, die als Familieninitiative anfingen, haben sich in acht kommunitären Produktionseinheiten organisiert, in denen teils handwerklich, teils maschinell Güter wie Vollkorn-Teigwaren, Honig, Reinigungsmittel, Seife und Shampoo, Fruchtkonzentrate und anderes mehr hergestellt werden.An unseren Wochenmärkten nehmen wöchentlich ca. 100'000 Fami-lien, vor allem aus der Stadt Barquisimeto (1,3 Mio. Einwohner·in-nen), teil. Auf diesen kommunitären Wochenmärkten sind wir imstande, monatlich 10'000 Tonnen Lebensmittel des familiären Grundbedarfs anzubieten. Original Author:  Jorge Rath, Cecosesola*

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TÜRKEI: Die Türkei zwischen Diktatur und Widerstand

TÜRKEI: Die Türkei zwischen Diktatur und Widerstand

Seit mehreren Jahren eskaliert das antidemokratische Durchgreifen des türkischen Regimes. Die Wahlen von 2015, der neuerliche Krieg in den kurdischen Zonen, der Krieg in Syrien… dies sind nur einige der zahlreichen Elemente1, die die Verhärtung deutlich machen. Um die aktuelle Situation besser verstehen zu können, baten wir Sarah, Kiraz und Deniz um eine Analyse der Ereignisse in den letzten Jahren2.Kiraz und Deniz leben in der Türkei, Sarah ist in der französischen Sozialbewegung engagiert, über Erasmus bekam sie die Möglichkeit in Istanbul zu studieren und blieb sechs Jahre in der Türkei.Archipel: Wie analysiert Ihr die Stimmung in der türkischen Gesellschaft während der Jahre vor den Wahlen, rund um die Ereignisse im Gezi-Park 3, die Verhandlungen der Regierung mit den Kurden? Original Author:  Das Interview führte Nicolas Bell, FCE Frankreich

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KOLUMBIEN: Krieg oder Frieden?

KOLUMBIEN: Krieg oder Frieden?

Cynthia ist Kolumbianerin. Sie hat gemeinsam mit ihrem Partner ein landwirtschaftliches Projekt im Süden Kolumbiens aufgebaut und ist Mitglied des Saatgutnetzwerkes «Wächter_innen der Samen des Lebens“, das wir bereits im Archipel vorstellten1. Als sie uns Ende Juni in Frankreich besuchte, fragten wir sie, wie sie die Situation in Kolumbien nach dem Friedensabkommen sieht.Wenn ich in Europa erzähle, dass ich aus Kolumbien komme, haben Menschen, die nur wenig über das Land wissen, zwei Bilder im Kopf: Gewalt und Drogen. Sie fragen sofort, ob es nicht sehr gefährlich ist, in diesem Land zu leben. Besser informierte Menschen stellen mir Fragen über den aktuellen Friedensprozess und äussern ihre Hoffnung, dass die Gewalt endlich ein Ende nimmt. Das Land lebt seit den 40er Jahren in einem offenen inneren Krieg, in dem verschiedene Guerillabewegungen entstanden sind, um gegen den Landraub durch Grossgrundbesitzer zu kämpfen. In diesem Artikel werde ich anhand einiger Zahlen versuchen, die aktuelle Situation zu beschreiben und verständlich zu machen, komme aber zu mehr Fragen als zu Antworten. Wie gefährlich ist es, in Kolumbien zu leben? Original Author:  Cynthia Osorio Ökonomin in Umweltfragen

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AGROCHEMIE: Das Rechtsgutachten des Monsanto Tribunals

AGROCHEMIE: Das Rechtsgutachten des Monsanto Tribunals

Am 18. April 2017 übermittelten die fünf Richter_innen des Internationalen Monsanto Tribunals ihr Gutachten über die Tätigkeiten des Konzerns in einer öffentlichen Sitzung in Den Haag. Sie hatten sich ein halbes Jahr Zeit genommen, um ein juristisch gut fundiertes Dokument vorzulegen. Hier eine Zusammenfassung.Das Internationale Monsanto Tribunal (IMT) ist ein ausserordentliches Meinungsgericht, das von einer zivilgesellschaftlichen Initiative geschaffen wurde, um die Tätigkeiten des Unternehmens Monsanto juristisch zu untersuchen. Am 15. und 16. Oktober 2016 fanden in Den Haag die Anhörungen statt. Die in diesem Rahmen erhobenen Zeugenaussagen sollten dem Tribunal ermöglichen, sechs Fragen zu beantworten. Das vom Tribunal erstellte Rechtsgutachten beinhaltet eine juristische Analyse der gestellten Fragen und basiert dabei im Interesse der Fortentwicklung des internationalen Menschenrechtsschutzes und des Umweltvölkerrechts nicht nur auf dem geltenden internationalen Recht, sondern auch auf künftigen Rechtsnormen. (…)Das Recht auf eine gesunde Umwelt Original Author:  Michael Rössler

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SÜDSPANIEN: Landbesetzungen in Andalusien

SÜDSPANIEN: Landbesetzungen in Andalusien

Die Besetzungen von zwei brachliegenden landwirtschaftlichen Betrieben, einer davon bereits Eigentum einer Bank, der andere noch im Besitz der öffentlichen Hand, aber in Privatisierung begriffen, geben dem andalusischen Beispiel von der Wiederaneignung unserer Lebensgrundlagen neuen Schwung.Am 1. April 2017 organisierte die andalusische Gewerkschaft SOC-SAT ein Treffen in Jaén, um erneut die Freilassung des Gewerkschafters Andrés Bódalo zu fordern, der seit einem Jahr in Haft ist. Andrés wird beschuldigt, im Rahmen eines Protestes von Saisonarbeiter_in-nen ein Gemeinderatsmitglied des Dorfes Jódar angegriffen zu haben. Dieses Urteil, das trotz mangelhafter Beweislage gefällt wurde, ist Teil einer Repressionsstrategie des spanischen Staates gegen soziale Bewegungen, die noch schärfer umgesetzt wird, sobald es um die Interessen von Grossgrundbesitzenden geht. Von den dutzenden aktuellen sozialen und politischen Verurteilten gehört ein weiterer Aktivist der SAT an: Francisco Molero aus Malaga wird aufgrund seiner Teilnahme an der Aktion «Rodea el Congreso» (Umzingelung des Kongresses) im Jahr 2013 in Madrid in Haft gehen. Original Author:  Federico Pacheco, SOC-SAT

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ÄGYPTEN: Anatomie eines Aufstands und dessen Repression

ÄGYPTEN: Anatomie eines Aufstands und dessen Repression

Philip Rizk, Filmemacher und Aktivist aus Kairo, war im März 2017 bei einem Treffen des EBF in der Schweiz zu Gast. Er berichtete über die Situation während und nach den Aufständen in Ägypten. Hier der erste Teil der Tonaufnahmen seines Vortrags.1Ich bin Philip, ich bin Filmemacher und Aktivist aus Kairo. Mein Vater ist Ägypter und meine Mutter Deutsche – daher diese Mischung. Da ich Filmemacher bin, denke ich sehr oft über Bilder nach und schreibe über Bilder. Daher werde ich heute Bilder zeigen, wenn auch sehr wenige. Ich will heute über fünf spezifische Tage in der ägyptischen Geschichte aus den letzten acht bis neun Jahren sprechen. Noch einmal zurück zu der Idee, nicht so viele Bilder zu zeigen: Hier müsst ihr euch die Bilder vorstellen. Es ist eigentlich ein grosses Problem, dass manchmal sehr viele Bilder aufgenommen und ausgestrahlt werden und andere nie aufgenommen werden. Original Author:  Tonaufnahme: Nicholas Bell Transkription: Gabi Peissl

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RECHTSEXTREMISMUS: Die Zivilgesellschaft fordert Aufklärung

RECHTSEXTREMISMUS: Die Zivilgesellschaft fordert Aufklärung

Man traut seinen Ohren und Augen nicht: Der deutsche Staat soll über Jahre hinweg aktive Neonazis gedeckt und bezahlt haben? Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, also des deutschen Inlandsgeheimdienstes, hätten von den Morden der rechten Terrorzelle NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) nicht nur gewusst, sondern aktiv dazu beigetragen?Doch genau diese offenen Fragen stellten die Initiator_innen und des Tribunals «NSU-Komplex auflösen», das Mitte Mai im Schauspielhaus Köln stattfand. Mit dem Tribunal, das eine rechtlich nicht bindende öffentliche Anklage formuliert, forderten sie Aufklärung und Gerechtigkeit. Ausserdem kamen die Angehörigen der Opfer zu Wort  und legten ihre Sicht der Dinge dar. All das, so würde man nun entgegnen, sei doch Aufgabe des Staates und der demokratischen Rechtsprechung. Doch in diesem Fall scheinen die deutschen Behörden grob zu versagen – und das mit System, so die Initiatoren des Tribunals. Original Author:  Dieter Alexander Behr,EBF Österreich

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