Archipel

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MONSANTO TRIBUNAL: Ergebnisse des Internationalen Monsanto Tribunals

MONSANTO TRIBUNAL: Ergebnisse des Internationalen Monsanto Tribunals

Am 18.April 2017 haben die fünf Richterinnen und Richter des Internationalen Monsanto-Tribunals ihre Gutachten verkündet. Zu diesem Anlass kamen sie wieder in Den Haag zusammen, wo sie im Oktober des vergangenen Jahres die Zeugenaussagen der Monsanto-Opfer entgegengenommen hatten. Ihre Schlussfolgerungen beziehen sich sowohl auf die Machenschaften des Konzerns als auch auf die dringend notwendige Weiterentwicklung des internationalen Rechts.Die Richter_innen kamen einstimmig zum Schluss, dass die Praktiken von Monsanto die Rechte auf Nahrung, Gesundheit und eine gesunde Umwelt verletzen. Zudem beeinträchtigt das Verhalten des Konzerns die Freiheit der Wissenschaftler_in-nen, welche für eine unabhängige Forschung unerlässlich ist. Original Author:  Stichting/Foundation Monsanto-Tribunal

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TÜRKEI: Solidarität mit den entlassenen Akademiker_innen

TÜRKEI: Solidarität mit den entlassenen Akademiker_innen

Seit der Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel unter dem Vorwurf der «Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung» nimmt die Repression gegen Kritiker_innen der Regierung in der Türkei immer schwindelerregendere Züge an. Präsident Erdogan lässt sich allerdings von der ausländischen Kritik nicht beeindrucken, er behauptete vor einigen Wochen sogar, Yücel sei ein deutscher Agent. Gleichzeitig geht die Repression gegen oppositionelle Politiker_innen, kritische Medien und Aktivist_innen weiter. Die Türkei droht seit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli letzten Jahres immer mehr in eine Diktatur abzurutschen. Auch kritische Professor_innen sind davon in hohem Maß betroffen. Mehr als 330 Universitätsangehörige wurden Anfang Februar 2017 fristlos entlassen. Original Author:  Dieter Alexander Behr,EBF Österreich

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Diyarbakir unter Zwangsverwaltung

Diyarbakir unter Zwangsverwaltung

Im Herbst 2016 lud der «Brückenschlag Zürich <–> Amed/Diyarbakir» die Co-Bürgermeisterin Gültan Kisanak und den Co-Bürgermeister Firat Anli (beide HDP-Bündnis) zu einem Besuch nach Zürich ein. Zehn Tage nach ihrer Rückkehr wurden die beiden verhaftet und Amed/Diyarbakir unter Zwangsverwaltung gestellt.Im Mai 2016 hatten sich links-grüne Parteien sowie soziale und türkisch-kurdische Organisationen in der Stadt Zürich zum Bündnis «Brückenschlag Zürich <–> Amed/Diyarbakir» zusammengeschlossen. Sie hatten ein Postulat erstellt, das einen solchen Brückenschlag zwischen Zürich und dem unter dem Ausnahmezustand leidenden Amed/Diyarbakir forderte und vom Gemeinderat der Stadt (Legislative) an die Stadtregierung überwiesen und angenommen worden war. Original Author:  Delegation des «Brückenschlags Zürich <-> Amed/Diyarbakir»

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POLEN: Drei Gesetze – pure Willkür

POLEN: Drei Gesetze – pure Willkür

Während des transnationalen Treffens des Europäischen BürgerInnen Forums im Sommer 2016 in Südfrankreich haben wir durch unsere polnischen Gäste viel über die Verschärfungen der Überwachungs- und Migrationsgesetze erfahren. Seitdem intensivieren sich die Kontakte und wir waren mehrmals vor Ort. Beim letztmaligen Zusammentreffen in Warschau Anfang diesen Jahres führten wir Interviews mit mehreren politischen Akti-vist_innen, die sich selbst dem Anarchismus zurechnen und schon allein deshalb dem Staat ein Dorn im Auge sind. Für die Drei ist die Selbstbezeichnung «Anarchisten» u.a. deshalb wichtig, um sich von autoritären, stalinistischen Strömungen abzugrenzen.Das Antiterror-GesetzIm Oktober 2015 wurde die national konservative Partei PiS» (Recht und Gerechtigkeit) mit absoluter Mehrheit gewählt. Diese regiert zunehmend autoritär und baut Grundrechte ab. Drei wesentliche Gesetzesänderungen sind die Einführung des Anti-Terrorgesetzes sowie die Änderung des Versammlungsrechts und des Überwachungsgesetzes. Original Author:  Gudrun

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MIGRATION: Die Abkommen von Valletta und ihre Folgen heute

MIGRATION: Die Abkommen von Valletta und ihre Folgen heute

Am 8. und 9. Februar 2017 trafen sich hohe Funktionäre aus Afrika und Europa auf der Insel Malta, in Valletta, um die Umsetzung der Beschlüsse bezüglich der Kooperation in Sachen Migration zu evaluieren, die im November 2015 bei einem Gipfeltreffen zwischen afrikanischen und europäischen Regierungen gefasst worden waren.Ziel dieser Kooperation sollte sein, den Strom afrikanischer Migrantinnen und Migranten an der Mittelmeerküste einzudämmen. So entstanden der «Valletta-Prozess» und der gleichnamige Aktionsplan, der heute oft dramatische Folgen für die Betroffenen hat.1 Original Author:  Samir Abi, permanenter Sekretär der westafrikanischen Beobachtungsstelle von Migration

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MEXIKO: Saatgut der Freiheit in Lateinamerika

MEXIKO: Saatgut der Freiheit in Lateinamerika

Mexiko ist ein Land der Extreme. Viele Menschen müssen dieses Land verlassen, um Not und Verfolgung zu entgehen. Doch trotz dieser ausgesprochen schwierigen politischen Situation entstehen hier Bewegungen, die in die Zukunft schauen. So fand das weltweite Treffen der Samenhüter_innen Ende November 2016 in Xochimilco, Mexico-City, statt. «Um den Mais in seiner Integrität zu verteidigen, bleibt uns als einzige Option, die Wiedereinführung in sein ursprüngliches Ökosystem zu unterstützen und so für seine Wiederentwicklung zu kämpfen, damit er erneut seine Dynamik entfalten kann, die seine Diversität während Jahrhunderten erhalten hat. Keiner dieser Prozesse ist möglich ohne die permanente Begleitung durch die indigenen Völker und die Bäuerinnen und Bauern, die am Anfang dieser Entwicklung standen.» Red de semillas libres de Colombia (Netzwerk des freien Saatguts Kolumbiens). Original Author:  Julie C. und Luna S., Longo maï

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MEXIKO: Die Mauern oben, die Risse unten und links

MEXIKO: Die Mauern oben, die Risse unten und links

Die Kommission Sexta1 der Nationalen Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN, Ejercito Zapatista de Liberacion Nacional) und die zapatistischen Unterstützungsbasen rufen auf zur weltweiten Kampagne: Angesichts der Mauern des Kapitals, Widerstand, Rebellion, Solidarität und die Unterstützung von unten und links 2. Ziel der Kampagne ist die Organisation eines weltweiten Widerstandes, und zwar angesichts der Aggressivität des grossen Geldes und dessen Aufseher_innen auf unserem Planeten, die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt in Angst und Schrecken versetzen, rufen wir dazu auf, in autonomen Organisationsformen zu widerstehen und gegen Verfolgungen, Verhaftungen und Abschiebungen zu rebellieren. Wenn jemand gehen muss, dann sollen sie es sein, die von Oben. Jeder Mensch hat das Recht auf eine freie und würdige Existenz, dort, wo es ihm am Besten erscheint, und hat das Recht, für den Verbleib an diesem Ort zu kämpfen. Der Widerstand gegen Verhaftungen, Vertreibungen und Ausweisungen sind ein Muss, so wie es auch ein Muss ist, jene zu unterstützen, die sich gegen diese Ungerechtigkeiten auflehnen, unabhängig von den Grenzen. Original Author:  Aus den Bergen des Südostens: Subcomandante Insurgente Moisés und Subcomandante Insurgente Galeano

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MIGRATION - ITALIEN: Willkommensstadt Palermo

MIGRATION - ITALIEN: Willkommensstadt Palermo

Ende 2016 haben wir den Bürgermeister von Palermo, Leo-Lucas Orlando, getroffen - eine unangepasste, aufmüpfige politische Persönlichkeit. Er verteidigt die Abschaffung von Aufenthaltstiteln, prangert das unmenschliche Europa an und baut mit der sizilianischen Bevölkerung eine Willkommenskultur für Tausende von Geflüchteten und Migrierenden auf, die über die Insel reisen. Hier ein Auszug aus dem Interview.1EBF: Sie sagen, die aktuelle Migrationspolitik Europas sei eine Perversion der grundlegenden Idee Europas.Orlando: Wir müssen den Mig-rant_innen dankbar sein, da sie Europa ein menschliches Gesicht gegeben haben. Wir müssen ihnen danken, da sie sagen, dass Europa nicht das Europa der Banken, des Geldes ist, sondern der Menschenrechte. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in der Zeit der Globalisierung leben. Was ist die Globalisierung? Das ist die Mobilität des Geldes, der Dinge; aber es ist auch die Mobilität der Menschen, der Migrant_in-nen. Wir sind alle Migrierende. Weil wir alle Mosaike verschiedener Identitäten sind. Original Author:  Das Interview wurde geführt von Jean Duflot*, EBF Frankreich

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MIGRATION - COMO/CHIASSO: Der Mensch zuerst!

MIGRATION - COMO/CHIASSO: Der Mensch zuerst!

Als Anerkennung und Dank für das grosse grenzüberschreitende Engagement für Flüchtlinge und Migrant_innen von Pfarrer Don Giusto della Valle mit seinem «ProgettoAccoglienzaRebbio» in Como (I) und von Lisa Bosia Mirra mit ihrem Verein «Firdaus» in Genestrerio (Tessin, CH) hat der «Freundeskreis Cornelius Koch» den Schweizer Menschenrechtspreis «Offene Alpen» für das Jahr 2017 diesen beiden Initiativen verliehen. Original Author:  Jacques Gaillot Bischof von Partenia, Paris

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UMWELT: Verrückte Energien

UMWELT: Verrückte Energien

Trotz sintflutartiger Regenfälle war unsere Demonstration in Gardanne in Südfrankreich am 5. Februar 2017 ein grosser Erfolg. Fast tausend Personen haben gegen die Biomasseanlage protestiert, die das Unternehmen «Uniper» (früher «E.On») in dieser Arbeiterstadt nicht weit von Marseille baut.1Dieses Beispiel von ökologischem Wahnwitz ist eines der übelsten Auswüchse im Bereich der erneuerbaren Energien, das noch dazu erhebliche finanzielle Unterstützung durch öffentliche Gelder erhält. Seit nunmehr zehn Jahren werden die Energiepolitik und ihre Auswirkungen auf Klima und Umwelt sehr stark von Brüssel bestimmt. Wir befinden uns gerade in einer entscheidenden Phase, da die EU am Anfang eines langen und sehr komplexen Prozesses zur Einrichtung des neuen «Clean Energy Package» (CEP – Paket für saubere Energie) für den Zeitraum 2020-2030 steht. Original Author:  Nicholas Bell, EBF

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