Archipel

Archipel ist die Monatszeitschrift des Europäischen BürgerInnen Forums und kann abonniert werden.

POLEN: Das polnische «Paradies»

POLEN: Das polnische «Paradies»

Ende Januar traf ich auf einer Reise nach Polen Antek, Fiodor und Casper1 zu einem Gespräch in einem besetzten Haus in Warschau. Sie setzen sich gemeinsam mit anderen Aktivist_innen gegen Rechtsextreme und Privatisierungen ein und unterstützen Flüchtlinge. Dazugekommen ist Vlad, ein Migrant aus der Ukraine. Ich habe mich entschlossen, sie über die Situation der Migrant_in-nen zu befragen, um besser zu verstehen, wie die polnische Wirklichkeit mit der Wechselwirkung zwischen Nationalismus und Neoliberalismus aussieht.Eine Gesellschaft der Vergangenheit mit einer dunklen Gegenwart und einer noch finsteren Zukunft. Wachhund EuropasArchipel: Guten Tag Antek, Vlad, Fiodor und Casper. Die Idee war, euch zusammenzubringen, um ganz allgemein über die aktuelle politische Lage, aber auch über die Situation der Migrantinnen und Migranten zu sprechen. Wir haben Berichte über die Demonstration gegen Frontex im Juni gehört. Anscheinend gab es einen Hungerstreik von Migrant_innen in Warschau. In unseren Augen scheint die Situation alarmierend. Was könnt ihr uns darüber erzählen? Original Author:  Das Interview führte Max, EBF Frankreich, mit der Unterstützung von Patrick

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Nah & Fern"

UKRAINE: Eine Woche Kiew

UKRAINE: Eine Woche Kiew

Freundinnen und Freunde in der Ukraine haben das Europäische BürgerInnen Forum (EBF) zu dem Dokumentarfilmfestival für Menschenrechte Docudays1 in Kiew eingeladen: eine gute Gelegenheit, um sich über die Initiativen der Zivilgesellschaft vor Ort zu informieren und an ihren Veranstaltungen teilzunehmen.Kiew ist heutzutage eine fast vergessene Destination, zwei Jahre nachdem die Stadt während ein paar Monaten auf der Medienhitliste den ersten Platz eingenommen hatte, vor allem im Jahr 2014 während der Maidan-Revolution und danach wegen der Annektierung der Krim durch Russland und des Krieges im Donbass. Es ist still geworden – und doch herrscht kein Frieden, in der Ostukraine nur ein zerbrechlicher Waffenstillstand, bei dem immer wieder geschossen wird und es noch Tote gibt. Original Author:  Michael Rössler

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Nah & Fern"

SCHWEIZ: Referendum gegen das neue Asylgesetz

SCHWEIZ: Referendum gegen das neue Asylgesetz

Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich einer Asylgesetzrevision zustimmen. Nicht, dass das neue Gesetz so toll wäre oder dass die neue Asylpolitik der Schweiz plötzlich fortschrittlich geworden wäre. Nein, es ist viel mehr so, dass die Ablehnung des neuen Gesetzes Tür und Tor für viel schlimmere Revisionen öffnen würde.Worum es geht: am 5. Juni wird die Schweizer Stimmbevölkerung über ein Gesetz abstimmen, das im Oktober 2015 vom Parlament verabschiedet wurde. Es war unter der Federführung der SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die jetzt für das Asylwesen zuständig ist, erarbeitet. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ergriff das Referendum um die in diesem Gesetz vorgesehenen «Gratisanwälte» zu verhindern und erzwingt somit eine gesamtschweizerische Abstimmung. Das Gesetz wird nur in Kraft treten, wenn eine Mehrheit der Abstimmenden ihm zustimmt. Original Author:  Claude Braun, EBF Schweiz

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

SCHWEIZ: Demokratiedefizit

SCHWEIZ: Demokratiedefizit

Am 28. Februar stimmte die Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger gegen die «Durchsetzungsinitiative» der SVP.1 Doch die Freude darüber bleibt einem im Hals stecken.Das – eigentlich erfreuliche – Nein zur Durchsetzungsinitiative täuscht über ein grundlegendes Defizit unserer Demokratie hinweg, das in der Annahme der bestehenden Zwei-Klassen-Gesellschaft liegt. Die Unterscheidung zwischen Schweizern und «Ausländernh gilt als selbstverständlich, bildet Grundlage und Grenze des Denkens und Debattierens. Dass am 28. Februar fast anderthalb Millionen Stimmberechtigte für eine rechtliche Apartheid votierten, folgt der Logik einer bestehenden Dominanzkultur, die ein Viertel der Bevölkerung unseres Landes von gleicher Teilhabe ausschliesst. Original Author:  Matthias Bertschinger, Jurist und Publizist,Vorstandsmitglied Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

Der Grund unserer Reise nach Marokko war eine Konferenz in Rabat, die anlässlich des zweiten Jahrestages des gewaltsamen Todes von dutzenden Migrant_innen abgehalten wurde, die damals in kleinen Booten die spanische Stadt Ceuta erreichen wollten. Sie wurden am 6. Februar 2014 von Kugeln getroffen, die von der Guardia Civil abgefeuert wurden. Nur 15 Leichen wurden gefunden. Die 23 Migranten, die lebend die Küste erreichten, wurden sofort nach Marokko zurückgeschoben. Das Gerichtsverfahren, das nach den Ereignissen gegen die verantwortlichen Polizisten der Guardia Civil eröffnet worden war, wurde am 16. Oktober 2015 fallengelassen und endete mit Freisprüchen für alle beteiligten Polizeikräfte. Original Author:  Dieter Alexander Behr EBF afrique-europe-interact.net

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

Es wird viel über sie gesprochen – auf der Internationalen Konferenz von Geflüchteten und Migrant_innen in Hamburg ergriffen sie jedoch selbst das Wort. Über 2.000 Flüchtlinge und Migrant_innen sprachen auf dem selbstorganisierten Treffen das vom 26. bis 28. Februar in der Kulturfabrik Kampnagel stattfand.Angereist waren sie aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien. Auch aus vielen deutschen Städten von Rostock bis Passau kamen Geflüchtete und Unterstützer_innen nach Hamburg. Es ging um Themen wie Asylgesetze, die Lage an den Grenzen, Selbstorganisation und Sexismus. Das Motto der Konferenz: «Der Kampf der Geflüchteten – wie weiter machen? Beendet den Krieg gegen die Migrant_innen.»Raum für Vernetzung und Austausch Original Author:  Kulturfabrik Kampnagel

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

Ich war im Januar 2016 zweieinhalb Wochen in Tapakika. Ein Flüchtlingslager an der griechischen Küste inmitten der Stadt Chios. Mittlerweile hat sich auf Chios viel geändert, es gibt einen neuen Hotspot – ein seltsamer Name für die Organisation der Camps auf militärischem Gebiet und Tapakika gibt es nicht mehr, soweit ich weiss ...Zwischen Brünn und Prag auf der A1. Martin schläft auf der Sitzbank neben mir. Der Gurt dient ihm gleichzeitig als Kopfstütze. Das sieht sehr unbequem aus, scheint aber zu funktionieren. Neben ihm sitzt Axel, und zündet uns die nächste Zigarette an. Vor uns in der Ablage liegen drei leere Päckchen. Ich frage Axel, für wen Isidoro und Panda und all die anderen Griechen am Eingang von Tapakika gearbeitet haben. Und Axel antwortet: Für die Samariter. Die werden von den Norwegern bezahlt, glaube ich. Original Author:  Paul Jeute, 24. Januar 2016

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

BULGARIEN: Angst vor den Flüchtlingen

BULGARIEN: Angst vor den Flüchtlingen

Bislang gibt es nur wenige illegale Grenzübertritte nach Bulgarien. Doch die Regierung in Sofia schürt Angst, dass nach der Schließung der Westbalkanroute Flüchtlinge Bulgarien als Ausweichroute nutzen. Kolonnen von Geländewagen dröhnen über die Autobahn, dann sind Soldaten zu sehen. Sie tragen Helme und Schilde vor sich her. Das bulgarische Fernsehen zeigt täglich gemeinsame Einsätze von bulgarischen und mazedonischen Grenzpolizisten, Polizisten und Soldaten. In spektakulären Übungen proben sie derzeit, einen massiven Migrantenandrang abzuwehren und Schlepper aufzuspüren. Nach dem Beitrag spricht der Verteidigungsminister im Fernsehen über mögliche Terroristen unter den Flüchtlingen.Bislang gibt es nur wenige illegale Grenzübertritte nach Bulgarien. Nur 3.160 Migrant_innen – vor allem Iraker_innen und Afghan_innen – suchten im Januar und Februar Schutz in dem Balkanland. Doch die Regierung in Sofia schürt Angst, dass sie wegen der Schließung der Westbalkanroute nun massenweise nach Bulgarien ausweichen könnten. Sie plant verschärfte Aufenthaltsbedingungen für Ausländer und änderte unlängst die Verteidigungsgesetze. Original Author:  Diljana Lambreva, Sofia, n-ost-Korrespondentin, 22. März 2016

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

SCHWEIZ: Ein Marsch und ein Buch gegen Syngenta

SCHWEIZ: Ein Marsch und ein Buch gegen Syngenta

Hunderttausende demonstrieren jährlich in spektakulären und phantasievollen Kundgebungen  gegen die Macht des Agrogentechnik-Konzerns Monsanto. Am 21. Mai 2016 findet auch in Basel der «March against Monsanto und Syngenta» statt. Ziel ist der Hauptsitz von Syngenta beim Badischen Bahnhof. Weil sich der Basler Agromulti Syngenta nicht wirklich von Monsanto unterscheidet, wurde die Basler Demo in «March against Monsanto und Syngenta» umgetauft. Rechtzeitig für diesen «March» erscheint das neue Buch von MultiWatch. Das «Schwarzbuch Syngenta – dem Basler Agromulti auf der Spur» begründet, weshalb der «March against Monsanto» sich auch gegen Syngenta richten soll. Das Buch ist besonders aktuell, weil der chinesische Staatskonzern ChemChina daran ist, Syngenta aufzukaufen und damit deren Gentechnik- und Pestizid-Patente in China zu verbreiten. Original Author:  Ueli Gähler, MultiWatch Basel, 09.03.2016

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Ernährung & Agrarpolitik"

ÖSTERREICH Flüchtlingspolitik: Wir distanzieren uns

ÖSTERREICH Flüchtlingspolitik: Wir distanzieren uns

Das aktuelle Verhalten der österreichischen Bundesregierung in der Fluchtkrise ist kontraproduktiv und inakzeptabel. Ein Aufruf 1 österreichischer Kunstschaffender, den eingeschlagenen Kurs schleunigst zu ändern.Wir protestieren gegen die Politik des Hochziehens von Grenzzäunen, des Abschottens, wie zuletzt auf dem Wiener «Balkangipfel» beschlossen, sowie der Einführung willkürlicher numerischer Obergrenzen bei der Aufnahme von Asylsuchenden. Dies führt – wie zu erwarten war und unmittelbar Realität wurde – zu einem Stranden der Flüchtenden in Griechenland und direkt in eine menschliche Katastrophe.Die Lage im ohnehin schon unter hoher Belastung stehenden Griechenland, das aufgrund der Geografie und des Fehlens direkter Fluchtrouten in Binnen-EU-Staaten automatisch zum EU-Erstaufnahmeland für Flüchtende aus den Kriegsgebieten Syriens und Iraks wird, wird zudem durch uneinsichtige und undiplomatische Haltungen mancher nationaler Regierungen verschärft. Original Author:  Ein Aufruf österreichischer Kunstschaffender

weiterlesen Lesen Sie weitere Artikel im Thema "Flucht & Migration"

letzte KommentareRSS

Avatarbild von Jochen Jochen hat den Artikel BUCHVORSTELLUNG: Eine kritische Analyse kommentiert.
Avatarbild von Gast Ein Gast hat den Artikel BUCHVORSTELLUNG: Eine kritische Analyse kommentiert.
Avatarbild von Christine de Bailly Christine de Bailly hat den Artikel SYRIEN: Überlebenswichtige Gärten kommentiert.

letzte AktivitätenRSS

Avatarbild von ute ute hat den Artikel RUMÄNIEN: Die grösste Protestwelle seit 1989 editiert.
Avatarbild von ute ute hat den Artikel MIGRATION - ITALIEN: Willkommensstadt Palermo editiert.
Avatarbild von ute ute hat den Artikel MIGRATION - COMO/CHIASSO: Der Mensch zuerst! editiert.

Newsletter abonnieren

Adressen

Globale E-Mail Adresse:

France:
Hameau de St-Hippolyte
F-04300 Limans
Tel.: +33-492-73 05 98
Schweiz/Suisse:
St. Johanns-Vorstadt 13
Postfach 1848
CH-4001 Basel
Tel.: +41-61-262 01 11
PC/CCP 40-8523-5

Österreich:

Lobnik 16
A-9135 Bad Eisenkappel/
Železna Kapla

Mühle Nikitsch
Berggasse/ Travnik 26
7302 Nikitsch/ Filež
Tel: +43-650-34 38 378


Deutschland:

Hof Ulenkrug
Stubbendorf 68
17159 Dargun
Tel.: +49-399 59-20 329
Fax: +49-399 59-20 399

Ukraina | Україна:

vul. Borkanyuka 97
90440 Nizhne Selishche
Khust, Zakarpatia
Fax: +380-31 42-512 20

Romania:

Joachim Cotaru
RO-557168 Hosman
Tel. +40-740-959 389
Fax +40-269-700 700
 

Home - Themen - Archipel - Über das forumcivique - Shop - Mitmachen - Spenden

Europäisches BürgerInnen Forum - Forum Civique Européen - European Civic Forum - Foro Cívico Europeo