Archipel

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FRANKREICH: Kein Land in Sicht

FRANKREICH: Kein Land in Sicht

«Camp de la honte» (Lager der Schande) wird das Flüchtlingscamp in Grande-Synthe im Norden Frankreichs genannt. Hier leben rund 3'000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen. Die Basler Gruppe «Rastplatz» kocht für sie und lebt mit ihnen im Camp. Original Author:  Katharina Morawietz EBF

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Watch the Med Alarmphone

Watch the Med Alarmphone

Als die Notrufhotline des Alarmphones im Herbst 2014 ihren Betrieb aufnahm, ahnte wohl keine_r der ca. 100 beteiligten Aktivist_innen aus ganz Europa und Nordafrika, welche Dynamik dieses Projekt im Laufe des Jahres 2015 entfalten würde. Angetreten war das Alarmphone mit dem Ziel, in Echtzeit gegen das Massensterben im Mittelmeer anzukämpfen, unterlassene Hilfeleistung auf hoher See zu dokumentieren und illegale Rückschiebungen zu verhindern. Im Sommer 2015 entwickelte es sich darüber hinaus jedoch zu einem unverzichtbaren Glied in einer langen Kette von Unterstützungsstrukturen, die in kollektiven politischen Akten dazu beitrugen, dass sich Tausende das Recht auf Bewegungsfreiheit aneignen konnten. Ein Rückblick auf ein Jahr Alarmphone ist somit auch ein Rückblick auf ein Jahr, in dem das europäische Grenzregime in eine zuvor kaum vorstellbare Krise geriet.Langer Sommer der Migration Original Author:  Simon Sontowski*

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Menschlichkeit als Kompass

Menschlichkeit als Kompass

Mely Kiyak (1) würdigt Watch The Med Alarm Phone. Wir bringen hier die Laudatio von Mely Kiyak auf die Initiative Watch the Med, Gewinnerin des Leser_innenpreises beim taz Panter Preis 2015 (2).Ertrinken, meine Damen und Herren, ist ein leiser Vorgang. Im Gegensatz zur Panik, zum Weinen, Schreien, Um sich schlagen angesichts des drohenden Todes, ist der letzte Moment des Lebens auf dem Meer so leise, dass man ausser Wellengang nichts hört. Der Mensch ertrinkt zumeist in der Waagerechten, den Kopf nach hinten geneigt.Das Ertrinken, als Folge eines Sturzes von einem Boot, oder als Folge von mit Salzwasser vollgesogener Bekleidung in die Meerestiefe, ist der lange Kampf gegen das Untergehen. Es ist der Versuch dem Wasser zu entkommen, die Bemühung an der Wasseroberfläche zu bleiben.Es wechseln sich ab: Auftauchen, kurz Luftholen an der Wasseroberfläche, abermaliges Untertauchen. Zunächst handelt es sich um viel Einatmen von Luft und wenig Einatmen von Wasser. Irgendwann kehrt sich das Verhältnis um. Wenig Luft, viel Wasser. Original Author:  Mely Kiyak

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SCHWEIZ: Ein theologisches Plädoyer für die Migrationscharta

SCHWEIZ: Ein theologisches Plädoyer für die Migrationscharta

Die Migrationscharta nimmt eine biblisch-theologische Perspektive in Anspruch; deshalb spreche ich hier als Theologe 1. Theologie und Kirche haben aber eine gesellschaftliche Verantwortung; deshalb spreche ich am Schnittpunkt zwischen Theologie und Gesellschaft. Meine Reflexion habe ich in zehn Punkten formuliert. Es sind nicht etwa zehn Gebote, sondern einfach zehn Gedanken zu den Grundanliegen der Migrationscharta, die als Diskussionsimpulse zu verstehen sind.1 - Man kann die Migrationscharta sehr einfach und sehr schnell abtun (wie auch von Gegnern schon zu lesen war…): sie sei zwar sehr nett, aber auch sehr unrealistisch; romantisch und marxistisch, ja populistisch; sie vertrete biblisches Gutmenschentum, bleibe aber abstrakt, greife nicht in der Wirklichkeit; usw.Damit man die Migrationscharta wirklich ernst nimmt, muss geklärt werden, auf welcher Diskursebene sie spricht. Original Author:  Pierre Bühler

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SYRIEN: Grosser Aufbruch, langer Krieg

SYRIEN: Grosser Aufbruch, langer Krieg

Vor fünf Jahren begann der arabische Frühling – auch in Syrien. Oussama, ein syrischer Flüchtling, den wir im November 2015 in der Türkei getroffen haben, erzählt über den fast vergessenen Aufbruch einer friedlichen Freiheitsbewegung in der Bevölkerung seines Landes und beschreibt die Entfesselung eines Krieges, der diesen Anfang zunichte machen sollte.Archipel: Wie hast du die Politik in Syrien vor 2011 und danach erlebt? Original Author:  Das Interview führte Alex Robin (Teos, Türkei, 11. November 2015)

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FRANKREICH: Ein Abschiebegefängnis in Marseille

FRANKREICH: Ein Abschiebegefängnis in Marseille

Einige junge Personen haben sich während mehreren Wochen täglich zum Zentrum für Amtlichen Gewahrsam in Marseille begeben, um Kontakt mit den dort «in Gewahrsam Genommenen» aufzunehmen. Sie fanden Wege, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen, ihnen zuzuhören und Unterstützung zu geben. Ihre Erfahrungen haben sie in einer Broschüre dargestellt, deren Einleitung wir hier abdrucken.Das CRA (Centre de Rétention Administrative – Zentrum für Amtliche Verwahrung) ist eine schwelende Wunde, deren Ausfluss uns nicht einfach nur die Nase rümpfen lässt, sondern die eine Belastung für uns alle und unsere gemeinsame Sache ist, die uns vereinzelt und eine kaum wahrnehmbare Scheidewand zieht zwischen dir und mir, zwischen uns und euch, zwischen dem, der Recht hat und dem, der kein Recht hat – was viele nicht hinterfragen: Nein, der oder die da hat kein Recht, sein Leben ist es nicht wert, hier gelebt zu werden.

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RUMÄNIEN: Nicht mit Gold aufzuwiegen

RUMÄNIEN: Nicht mit Gold aufzuwiegen

Rosia Montanà ist gerettet und kommt auf die rumänische UNESCO-Liste! Ein paar Dutzend Bergbauern und Aktivist_innen können es also doch mit einem millardenschweren Industrieprojekt und einer kleptokratischen Polit-Elite aufnehmen. Ein paar Tonnen Gold weniger in der globalen Umlaufbahn, und zweitausend Jahre Kulturgeschichte für die Zukunft bewahrt.«Dies ist ein grosser Sieg für die Zivilgesellschaft, von Tausenden von Menschen in Rumänien und im Ausland, die die Rettung Rosia Montanà gefordert haben und gegen die Zerstörung von Natur und Kultur auf die Straße gegangen sind», sagt Eugen David, Präsident der Bürgerinitiative Alburnus Maior. Der gelernte Bergbauingenieur, das authentische Gesicht der Kampagne Save  Rosia Montanà, kehrte nach der Wende 1990 in sein Heimatdorf zurück und betreibt mit seiner Familie dort seither Landwirtschaft. Original Author:  Jochen Cotaru, EBF

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SPANIEN - ANDALUSIEN: Zwischen Krise und politischer Öffnung

SPANIEN - ANDALUSIEN: Zwischen Krise und politischer Öffnung

Inmitten der Wirtschaftskrise und trotz Unterdrückung der sozialen Proteste hat die andalusische Gewerkschaft SOC-SAT im Jahr 2015 dank ihrer Strategie internationaler Aktionen, dank der Festigung ihrer Organisation und ihrer Allianz mit Akteur_innen der neuen spanischen Politik Erfolge erzielt.Seit 15 Jahren nun organisieren sich immigrierte Arbeiter_in-nen aus der industriellen Landwirtschaft mit der andalusischen Landarbeiter_innen-Gewerkschaft SOC (Sindicato obrer@s del campo) gegen Ausbeutung, Diskriminierung und gegen die Nicht-achtung fundamentaler Grundrechte. Die sich stark ausbreitende industrielle Landwirtschaft verlangt nach gefügigen und billigen Arbeitskräften, um grosse Gewinne sicherzustellen. Soziale Unsicherheit Original Author:  Federico Pacheco, SOC-SAT

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KATALONIEN: Rebellisches Barcelona

KATALONIEN: Rebellisches Barcelona

In Barcelona hat ein alternatives politisches Projekt das Bürgermeisteramt erobert. Der folgende Artikel erklärt den historischen Zusammenhang und die Herausforderungen für die sozialen Bewegungen zwischen Institutionalisierung und Aufbegehren. Teil 2.Im ersten Teil des Artikels erinnerte der Autor an die historischen Besonderheiten der Stadt Barcelona und zeigten auf, wie die «klassischen» Politiker_in-nen das Vertrauen der Bevölkerung verloren haben.Die Krise Original Author:  Pau Blino

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FRANKREICH: Ihr schmeisst uns nicht raus!

FRANKREICH: Ihr schmeisst uns nicht raus!

Wir wehren uns gegen den Ausnahmezustand und gegen das völlig unnötige Bauprojekt des Flughafens von Notre Dame des Landes (NDDL) im Pays de Loire.In heiliger anti-terroristischer Einigkeit werden die Ränge geschlossen, um jeder abweichenden Stimme, jedem Protest einen Maulkorb anzulegen. Die Emotionen, die durch die Attentate in Paris hervorgerufen wurden, werden instrumentalisiert, um die Basis für eine neue, komplett normierte Art des Regierens zu legen, welche Moralisierung mit Polarisierung kombiniert. Jede und jeder wird indirekt dazu aufgefordert, zwischen dem Anschluss an eine nationale Pseudoeinheit und dem möglichen Ausschluss aus der Gesellschaft zu wählen. So kann eine mit Hilfe der Datenbankerfassung von allen Störfaktoren gereinigte neue Gesellschaft entstehen.Kurzer Rückblick Original Author:  Die Amsel,Anfang Februar 2016

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