Archipel

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SCHWEIZ: Ernährungssouveränität – ein globales Konzept

SCHWEIZ: Ernährungssouveränität – ein globales Konzept

Am 30. März überreichte die Initiative für Ernährungssouveränität in Bern 109'655 beglaubigte Unterschriften an den Bundesrat und vollbrachte damit einen ersten Schritt, um Ernährungssouveränität in der Schweizer Verfassung zu verankern. Es ist dies ein grosser Erfolg für die mehr als 70 beteiligten Organisationen, allen voran Uniterre und L’autre Syndicat.Die Schweiz, wenn sonst auch mit einigem Pioniergeist ausgestattet, ist hier nicht das erste Land, welches diesen Schritt wagt. Ecuador, Nepal, Venezuela, Mali, Bolivien und 2014 Ägypten hoben das Konzept der Ernährungssouveränität in den Verfassungsrang. Höchst erfreulich und längst an der Zeit, dass nun auch in einem europäischen Land die Bürger_innen und Bäuer_innen selbst bestimmen wollen, wie was und von wem produziert, verteilt und konsumiert wird und dies auch auf politischer Ebene einfordern. Denn es ist eines der Ziele der Deklaration von Mali, dass Ernährungssouveränität als ein Menschenrecht betrachtet wird und von internationalen Institutionen gefördert und respektiert wird. Original Author:  David Jelinek : David Jelinek lebt und arbeitet im Hofkollektiv Nikitsch und engagiert sich im Vorstand der Via Campesina Austria.

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HONDURAS: Berta Cáceres, ¡presente!

HONDURAS: Berta Cáceres, ¡presente!

Feministin, Indígena, Regimekritikerin. Ein Dorn im Auge der Staudammfirmen und des honduranischen Staates. Berta Cáceres wurde aus vielerlei Gründen bedroht. Ihre Ermordung am 2. März bedeutet den Verlust einer der wichtigsten Umwelt- und Menschenrechtsaktivist_innen Lateinamerikas.Angst und Bedrohung begleiteten Berta Cáceres, seit sie denken konnte. Seit dem Militärputsch von 2009 hat sich die Menschenrechtslage in Honduras deutlich verschlechtert. 150 Morde an Menschenrechtsverteidiger_innen wurden allein zwischen 2012 und 2014 dokumentiert, unter ihnen 111, bei denen die Opfer die Rechte auf Land, Gemeingüter und natürliche Ressourcen verteidigt hatten. Original Author:  Magdalena Heuwieser

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GROSSBRITANNIEN: Warum gerade nach England?

GROSSBRITANNIEN: Warum gerade nach England?

Das ist eine Frage, die man sich oft stellt, wenn man die Situation in Calais und an der Küste, der Grenze zu England, betrachtet: Warum wollen all die Migrant_innen dorthin? Hier an Ort und Stelle gibt es bei dieser Betrachtung jedoch so etwas wie einen Lupeneffekt: natürlich wollen die Personen, die einen Teil Europas durchquert haben, um nach Grossbritannien zu kommen und jetzt an der Grenze blockiert sind, an ihr Ziel. Es befinden sich jedoch hunderttausende Exilierte in ganz Europa, davon sitzen «nur» einige Tausend an der britischen Grenze fest. Das ist eigentlich relativ wenig, wenn man die Bevölkerung Englands, seinen wirtschaftlichen Reichtum oder auch seine historischen, kolonialen «Verbindungen» mit zahlreichen Ländern in Betracht zieht. Nach England wollen die Menschen zum Teil aus guten Gründen, aber auch weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Original Author:  Philippe, Calais, April 2016

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POLEN: Das polnische «Paradies»

POLEN: Das polnische «Paradies»

Ende Januar traf ich auf einer Reise nach Polen Antek, Fiodor und Casper1 zu einem Gespräch in einem besetzten Haus in Warschau. Sie setzen sich gemeinsam mit anderen Aktivist_innen gegen Rechtsextreme und Privatisierungen ein und unterstützen Flüchtlinge. Dazugekommen ist Vlad, ein Migrant aus der Ukraine. Ich habe mich entschlossen, sie über die Situation der Migrant_in-nen zu befragen, um besser zu verstehen, wie die polnische Wirklichkeit mit der Wechselwirkung zwischen Nationalismus und Neoliberalismus aussieht.Eine Gesellschaft der Vergangenheit mit einer dunklen Gegenwart und einer noch finsteren Zukunft. Wachhund EuropasArchipel: Guten Tag Antek, Vlad, Fiodor und Casper. Die Idee war, euch zusammenzubringen, um ganz allgemein über die aktuelle politische Lage, aber auch über die Situation der Migrantinnen und Migranten zu sprechen. Wir haben Berichte über die Demonstration gegen Frontex im Juni gehört. Anscheinend gab es einen Hungerstreik von Migrant_innen in Warschau. In unseren Augen scheint die Situation alarmierend. Was könnt ihr uns darüber erzählen? Original Author:  Das Interview führte Max, EBF Frankreich, mit der Unterstützung von Patrick

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UKRAINE: Eine Woche Kiew

UKRAINE: Eine Woche Kiew

Freundinnen und Freunde in der Ukraine haben das Europäische BürgerInnen Forum (EBF) zu dem Dokumentarfilmfestival für Menschenrechte Docudays1 in Kiew eingeladen: eine gute Gelegenheit, um sich über die Initiativen der Zivilgesellschaft vor Ort zu informieren und an ihren Veranstaltungen teilzunehmen.Kiew ist heutzutage eine fast vergessene Destination, zwei Jahre nachdem die Stadt während ein paar Monaten auf der Medienhitliste den ersten Platz eingenommen hatte, vor allem im Jahr 2014 während der Maidan-Revolution und danach wegen der Annektierung der Krim durch Russland und des Krieges im Donbass. Es ist still geworden – und doch herrscht kein Frieden, in der Ostukraine nur ein zerbrechlicher Waffenstillstand, bei dem immer wieder geschossen wird und es noch Tote gibt. Original Author:  Michael Rössler

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SCHWEIZ: Referendum gegen das neue Asylgesetz

SCHWEIZ: Referendum gegen das neue Asylgesetz

Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich einer Asylgesetzrevision zustimmen. Nicht, dass das neue Gesetz so toll wäre oder dass die neue Asylpolitik der Schweiz plötzlich fortschrittlich geworden wäre. Nein, es ist viel mehr so, dass die Ablehnung des neuen Gesetzes Tür und Tor für viel schlimmere Revisionen öffnen würde.Worum es geht: am 5. Juni wird die Schweizer Stimmbevölkerung über ein Gesetz abstimmen, das im Oktober 2015 vom Parlament verabschiedet wurde. Es war unter der Federführung der SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die jetzt für das Asylwesen zuständig ist, erarbeitet. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ergriff das Referendum um die in diesem Gesetz vorgesehenen «Gratisanwälte» zu verhindern und erzwingt somit eine gesamtschweizerische Abstimmung. Das Gesetz wird nur in Kraft treten, wenn eine Mehrheit der Abstimmenden ihm zustimmt. Original Author:  Claude Braun, EBF Schweiz

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SCHWEIZ: Demokratiedefizit

SCHWEIZ: Demokratiedefizit

Am 28. Februar stimmte die Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger gegen die «Durchsetzungsinitiative» der SVP.1 Doch die Freude darüber bleibt einem im Hals stecken.Das – eigentlich erfreuliche – Nein zur Durchsetzungsinitiative täuscht über ein grundlegendes Defizit unserer Demokratie hinweg, das in der Annahme der bestehenden Zwei-Klassen-Gesellschaft liegt. Die Unterscheidung zwischen Schweizern und «Ausländernh gilt als selbstverständlich, bildet Grundlage und Grenze des Denkens und Debattierens. Dass am 28. Februar fast anderthalb Millionen Stimmberechtigte für eine rechtliche Apartheid votierten, folgt der Logik einer bestehenden Dominanzkultur, die ein Viertel der Bevölkerung unseres Landes von gleicher Teilhabe ausschliesst. Original Author:  Matthias Bertschinger, Jurist und Publizist,Vorstandsmitglied Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

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MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

Der Grund unserer Reise nach Marokko war eine Konferenz in Rabat, die anlässlich des zweiten Jahrestages des gewaltsamen Todes von dutzenden Migrant_innen abgehalten wurde, die damals in kleinen Booten die spanische Stadt Ceuta erreichen wollten. Sie wurden am 6. Februar 2014 von Kugeln getroffen, die von der Guardia Civil abgefeuert wurden. Nur 15 Leichen wurden gefunden. Die 23 Migranten, die lebend die Küste erreichten, wurden sofort nach Marokko zurückgeschoben. Das Gerichtsverfahren, das nach den Ereignissen gegen die verantwortlichen Polizisten der Guardia Civil eröffnet worden war, wurde am 16. Oktober 2015 fallengelassen und endete mit Freisprüchen für alle beteiligten Polizeikräfte. Original Author:  Dieter Alexander Behr EBF afrique-europe-interact.net

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DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

Es wird viel über sie gesprochen – auf der Internationalen Konferenz von Geflüchteten und Migrant_innen in Hamburg ergriffen sie jedoch selbst das Wort. Über 2.000 Flüchtlinge und Migrant_innen sprachen auf dem selbstorganisierten Treffen das vom 26. bis 28. Februar in der Kulturfabrik Kampnagel stattfand.Angereist waren sie aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien. Auch aus vielen deutschen Städten von Rostock bis Passau kamen Geflüchtete und Unterstützer_innen nach Hamburg. Es ging um Themen wie Asylgesetze, die Lage an den Grenzen, Selbstorganisation und Sexismus. Das Motto der Konferenz: «Der Kampf der Geflüchteten – wie weiter machen? Beendet den Krieg gegen die Migrant_innen.»Raum für Vernetzung und Austausch Original Author:  Kulturfabrik Kampnagel

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GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

Ich war im Januar 2016 zweieinhalb Wochen in Tapakika. Ein Flüchtlingslager an der griechischen Küste inmitten der Stadt Chios. Mittlerweile hat sich auf Chios viel geändert, es gibt einen neuen Hotspot – ein seltsamer Name für die Organisation der Camps auf militärischem Gebiet und Tapakika gibt es nicht mehr, soweit ich weiss ...Zwischen Brünn und Prag auf der A1. Martin schläft auf der Sitzbank neben mir. Der Gurt dient ihm gleichzeitig als Kopfstütze. Das sieht sehr unbequem aus, scheint aber zu funktionieren. Neben ihm sitzt Axel, und zündet uns die nächste Zigarette an. Vor uns in der Ablage liegen drei leere Päckchen. Ich frage Axel, für wen Isidoro und Panda und all die anderen Griechen am Eingang von Tapakika gearbeitet haben. Und Axel antwortet: Für die Samariter. Die werden von den Norwegern bezahlt, glaube ich. Original Author:  Paul Jeute, 24. Januar 2016

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