Archipel

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MALI: Der Landkampf in Mali spitzt sich zu

MALI: Der Landkampf in Mali spitzt sich zu

Mit Unterstützung von 70 Gendarmen liess der malische Nudel- und Couscous-Hersteller Moulins Modernes du Mali (M3-SA) am 18.06.2010 einen Grossteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen der beiden Dörfer Sanamadougou und Sahou beschlagnahmen. Über 40 Personen wurden verhaftet, acht blieben fast sechs Monate in Haft. Später folgten nächtliche Überfälle auf die beiden Dörfer durch Sicherheitskräfte. Dabei ist es auch zu massiven körperlichen Übergriffen gekommen, mindestens eine Bewohnerin ist an den Folgen verstorben. Original Author:  Afrique-Europe-Interact

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EUROPA: Existenzunsicherheit überall in Europa

EUROPA: Existenzunsicherheit überall in Europa

Eines der wesentlichen Argumente von Befürwortern einer Reform des Arbeitsrechts in Frankreich lautet: Die anderen Europäer haben es gemacht, also machen wir es auch. Original Author:  Rachel Knaebel

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FRANKREICH: «Ich bin, also sind wir»

FRANKREICH: «Ich bin, also sind wir»

Seit dem 31. März 2016 finden in verschiedenen Städten Frankreichs nächtliche Protestversammlungen der Zivilgesellschaft statt. Auslöser war die von der Regierung geplante Arbeitsgesetzverschärfung («Loi El Komrhi»)1. Inzwischen gibt es in ganz Frankreich eine massive Streikbewegung. Hier ein Bericht von «Nuit Debout» in der Provence.An einer «Nuit Debout» («Wache Nacht», oder «Nacht der Aufrechten») teilzunehmen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, aber ich habe immer noch Mühe daran zu glauben, dass sich unsere Erwartungen erfüllen, bevor ich 30 Jahre alt bin. Es ist eine Bewegung, die gemeinsame Hoffnungen trägt, von der ich jedoch nie gewagt hätte zu glauben, dass sie eines Tages – oder vielmehr eines Nachts – entsteht. All diese nächtlichen Utopien für eine bessere Welt, Austausch unter motivierten Freundinnen und Freunden. Wir versuchen jetzt seit einem Monat, diese Utopien in aller Öffentlichkeit mit Allen zu teilen, damit sie Wirklichkeit werden. All diese kollektive Intelligenz veranlasst mich zu denken, dass sich im Moment ein gemeinsamer Traum in Bewegung setzt, selbst wenn sich unser Widerstand an Geduld und Dauer mit der Macht messen muss. Original Author:  Camille Garcia, Manosque, April 2016

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EUROPA - WELT: Ein internationales Treffen

EUROPA - WELT:  Ein internationales Treffen

In den letzten Monaten ist einerseits eine enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität für die Flüchtlinge entstanden, andererseits vergiftet sich das politische Klima.Angriffe von Neonazis auf Flüchtlinge und deren Unter-stützer_innen, Wahlerfolge der rechtsextremen Parteien und Bau neuer Stacheldrahtmauern der Festung Europa, Attentate von Dschihadisten auch in Europa. Um nicht in eine Sackgasse zu geraten, müssen wir uns mit den politischen und historischen Hintergründen auseinandersetzen und gemeinsam langfristige Perspektiven entwickeln. Deshalb organisiert das Europäische BürgerInnenforum gemeinsam mit Radio Zinzine und der Europäischen Kooperative Longo maï ein internationales Treffen vom 30. Juli bis zum 5. August in Südfrankreich, zu dem wir Gruppen aus ganz Europa, aber auch aus anderen Kontinenten, eingeladen haben. Dabei kommen Menschen von ganz unterschiedlichen Horizonten zusammen.Die Themen: Ideologische Krise der Gesellschaft Original Author:  Claude Braun, EBF

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SAATGUT: Ein neuer Frühling!

SAATGUT: Ein neuer Frühling!

Von August bis November 2015 waren Graines et Cinéma1 in den Dörfern Südfrankreichs mit ihrem mobilen Kino unterwegs. Sie informierten und diskutierten über bäuerliches Saatgut, den Volksaufstand in Syrien und die Nahrungsmittelsouveränität in diesem Land. Seit Januar sind sie wieder unterwegs – mit Saatgut für die «Gärten der Revolution». Ich bin mit ihnen aufgebrochen. Ende Januar Das Vorhaben der Gruppe ist ehrgeizig und langfristig konzipiert: schon in diesem Frühjahr soll das Saatgut in die verschiedenen syrischen Gebiete transportiert werden, und gleichzeitig wollen wir uns an der Gründung eines Netzwerks von Samenprodu-zent_innen im Libanon beteiligen, um unser französisches Saatgut an das lokale Klima anzupassen. Zuerst einmal benötigen wir Saatgut von guter Qualität. So kontaktieren wir in Frankreich Produzent_innen von bäuerlichem Saatgut und sammeln dieses für die Gärten Syriens. Für uns ist es wichtig, dass es sich nicht um Hybridsaatgut handelt: es geht doch um Autonomie und Nahrungsmittelsouveränität! Hybrides Saatgut wird in Syrien schon von NGOs und grossen Saatgutfirmen, die mit dem syrischen Regime zusammenarbeiten, verteilt. Original Author:  Ricardo

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SCHWEIZ: Ernährungssouveränität – ein globales Konzept

SCHWEIZ: Ernährungssouveränität – ein globales Konzept

Am 30. März überreichte die Initiative für Ernährungssouveränität in Bern 109'655 beglaubigte Unterschriften an den Bundesrat und vollbrachte damit einen ersten Schritt, um Ernährungssouveränität in der Schweizer Verfassung zu verankern. Es ist dies ein grosser Erfolg für die mehr als 70 beteiligten Organisationen, allen voran Uniterre und L’autre Syndicat.Die Schweiz, wenn sonst auch mit einigem Pioniergeist ausgestattet, ist hier nicht das erste Land, welches diesen Schritt wagt. Ecuador, Nepal, Venezuela, Mali, Bolivien und 2014 Ägypten hoben das Konzept der Ernährungssouveränität in den Verfassungsrang. Höchst erfreulich und längst an der Zeit, dass nun auch in einem europäischen Land die Bürger_innen und Bäuer_innen selbst bestimmen wollen, wie was und von wem produziert, verteilt und konsumiert wird und dies auch auf politischer Ebene einfordern. Denn es ist eines der Ziele der Deklaration von Mali, dass Ernährungssouveränität als ein Menschenrecht betrachtet wird und von internationalen Institutionen gefördert und respektiert wird. Original Author:  David Jelinek : David Jelinek lebt und arbeitet im Hofkollektiv Nikitsch und engagiert sich im Vorstand der Via Campesina Austria.

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HONDURAS: Berta Cáceres, ¡presente!

HONDURAS: Berta Cáceres, ¡presente!

Feministin, Indígena, Regimekritikerin. Ein Dorn im Auge der Staudammfirmen und des honduranischen Staates. Berta Cáceres wurde aus vielerlei Gründen bedroht. Ihre Ermordung am 2. März bedeutet den Verlust einer der wichtigsten Umwelt- und Menschenrechtsaktivist_innen Lateinamerikas.Angst und Bedrohung begleiteten Berta Cáceres, seit sie denken konnte. Seit dem Militärputsch von 2009 hat sich die Menschenrechtslage in Honduras deutlich verschlechtert. 150 Morde an Menschenrechtsverteidiger_innen wurden allein zwischen 2012 und 2014 dokumentiert, unter ihnen 111, bei denen die Opfer die Rechte auf Land, Gemeingüter und natürliche Ressourcen verteidigt hatten. Original Author:  Magdalena Heuwieser

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GROSSBRITANNIEN: Warum gerade nach England?

GROSSBRITANNIEN: Warum gerade nach England?

Das ist eine Frage, die man sich oft stellt, wenn man die Situation in Calais und an der Küste, der Grenze zu England, betrachtet: Warum wollen all die Migrant_innen dorthin? Hier an Ort und Stelle gibt es bei dieser Betrachtung jedoch so etwas wie einen Lupeneffekt: natürlich wollen die Personen, die einen Teil Europas durchquert haben, um nach Grossbritannien zu kommen und jetzt an der Grenze blockiert sind, an ihr Ziel. Es befinden sich jedoch hunderttausende Exilierte in ganz Europa, davon sitzen «nur» einige Tausend an der britischen Grenze fest. Das ist eigentlich relativ wenig, wenn man die Bevölkerung Englands, seinen wirtschaftlichen Reichtum oder auch seine historischen, kolonialen «Verbindungen» mit zahlreichen Ländern in Betracht zieht. Nach England wollen die Menschen zum Teil aus guten Gründen, aber auch weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Original Author:  Philippe, Calais, April 2016

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POLEN: Das polnische «Paradies»

POLEN: Das polnische «Paradies»

Ende Januar traf ich auf einer Reise nach Polen Antek, Fiodor und Casper1 zu einem Gespräch in einem besetzten Haus in Warschau. Sie setzen sich gemeinsam mit anderen Aktivist_innen gegen Rechtsextreme und Privatisierungen ein und unterstützen Flüchtlinge. Dazugekommen ist Vlad, ein Migrant aus der Ukraine. Ich habe mich entschlossen, sie über die Situation der Migrant_in-nen zu befragen, um besser zu verstehen, wie die polnische Wirklichkeit mit der Wechselwirkung zwischen Nationalismus und Neoliberalismus aussieht.Eine Gesellschaft der Vergangenheit mit einer dunklen Gegenwart und einer noch finsteren Zukunft. Wachhund EuropasArchipel: Guten Tag Antek, Vlad, Fiodor und Casper. Die Idee war, euch zusammenzubringen, um ganz allgemein über die aktuelle politische Lage, aber auch über die Situation der Migrantinnen und Migranten zu sprechen. Wir haben Berichte über die Demonstration gegen Frontex im Juni gehört. Anscheinend gab es einen Hungerstreik von Migrant_innen in Warschau. In unseren Augen scheint die Situation alarmierend. Was könnt ihr uns darüber erzählen? Original Author:  Das Interview führte Max, EBF Frankreich, mit der Unterstützung von Patrick

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UKRAINE: Eine Woche Kiew

UKRAINE: Eine Woche Kiew

Freundinnen und Freunde in der Ukraine haben das Europäische BürgerInnen Forum (EBF) zu dem Dokumentarfilmfestival für Menschenrechte Docudays1 in Kiew eingeladen: eine gute Gelegenheit, um sich über die Initiativen der Zivilgesellschaft vor Ort zu informieren und an ihren Veranstaltungen teilzunehmen.Kiew ist heutzutage eine fast vergessene Destination, zwei Jahre nachdem die Stadt während ein paar Monaten auf der Medienhitliste den ersten Platz eingenommen hatte, vor allem im Jahr 2014 während der Maidan-Revolution und danach wegen der Annektierung der Krim durch Russland und des Krieges im Donbass. Es ist still geworden – und doch herrscht kein Frieden, in der Ostukraine nur ein zerbrechlicher Waffenstillstand, bei dem immer wieder geschossen wird und es noch Tote gibt. Original Author:  Michael Rössler

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