Archipel

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MIGRATION: Sklaverei in Libyen

MIGRATION: Sklaverei in Libyen

Im November 2017 kam es infolge der Ausstrahlung einer Reportage der sudanesisch-britischen Journalistin Nima Elbagir über die derzeit in Libyen praktizierte Sklaverei zu mehreren offiziellen Reaktionen betroffener Staaten. Was sind jedoch die politischen Faktoren für diese Situation in Libyen?Mali hat prompt am 19. November 2017, fünf Tage nach der Ausstrahlung der Reportage, seinen Botschafter aus Libyen abgezogen und den libyschen Geschäftsträger in Bamako zum Protest einbestellt. Das Nachbarland Burkina Faso folgte einen Tag später mit dem Abzug seines diplomatischen Vertreters in Tripolis, Abraham Traoré, «für Beratungen». Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach seinerseits am 22. November – in Gegenwart seines malischen Amtskollegen Ibrahim Boubacar Keïta («IBK») – von «Verbrechen gegen die Menschheit» in Libyen und forderte die Einberufung einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Original Author:  Bernard Schmid, Paris

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Auslagerung der Migration: Auslagerung der Migration

Auslagerung der Migration: Auslagerung der Migration

Eine weitere extraterritoriale Auslagerung der Migrations- und Asylpolitik, weg von der Europäischen Union möglichst weit in die geographische Mitte Afrikas hinein: Das ist im Kern, was der fünfte gemeinsame Gipfel von EU und Afrikanischer Union (AU) am 29. und 30. November 2017 in Abidjan ergab.Und dies unter pseudo-humanitärer Berufung auf das Drama, das subsaharische Migranten derzeit in Libyen durchleben, wo die Versklavung von Migrationswilligen in den letzten Wochen einen internationalen Skandal ausgelöst hat (siehe Artikel oben). Original Author:  Bernard Schmid, Paris

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BUCHVORSTELLUNG: Wenn Entwicklungshilfe dem Grenzschutz dient

BUCHVORSTELLUNG: Wenn Entwicklungshilfe dem Grenzschutz dient

Simone Schlindwein und Christian Jakob weisen in ihrem Buch nach, wie die Europäische Union Polizei und Armeen autokratischer Regime ausbildet, um Migrationsbewegungen zu stoppen und wie die EU ihre Entwicklungshilfe umwidmet und an Bedingungen knüpft. Die Flüchtlingsdeals erweisen sich zudem oft als lukratives Geschäft für europäische Rüstungs- und Sicherheitskonzerne.In den letzten Jahren wurde Migrationskontrolle für die Europäische Union zu einer Frage höchster Priorität. Dabei spielt nicht nur die Einwanderung aus Ländern wie Syrien, Irak oder Afghanistan eine grosse Rolle, sondern auch die Bewegungen vom afrikanischen Kontinent. Die EU bedient sich dabei oft zweifelhafter Mittel und arbeitet unverhohlen mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen. Mit ihrer Handelspolitik verschärft die Europäische Union zudem oftmals eben die Fluchtursachen, die sie vorgibt, eindämmen zu wollen. Original Author:  Alexander Behr, FCE Österreich

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DIE KOLONISIERUNG WESTAFRIKAS: Reiseberichte aus Senegal und Mali

DIE KOLONISIERUNG WESTAFRIKAS: Reiseberichte aus Senegal und Mali

Ich möchte mit Ihnen einen Blick zurück auf die historischen Beziehungen zwischen Frankreich und Westafrika werfen. Eine Geschichte, von der man kaum spricht – trotz aller Berührungspunkte im Alltag seit vielen Generationen. Es geht um eine Kolonialgeschichte, die im «Mutterland» auf das Gröbste verkannt wird, ausgerechnet heute, wo immer deutlicher wird, dass Frankreich im Begriff ist, zum Imperialismus zurückzukehren. Auf meiner Reise nach Mali mache ich einen Umweg über Senegal und die Spuren des Sklavenhandels, unter dem grosse Teile Afrikas während drei Jahrhunderten gelitten haben. Ich will diesen riesigen Abschnitt unserer Geschichte, der gerne ausgeblendet wird, besser verstehen. Dakar Original Author:  Siete Nubes

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LAUTSPRECHER: Die Rückeroberung der Zukunft

LAUTSPRECHER: Die Rückeroberung der Zukunft

Das letzte Wiener Festival «Literatur im Herbst», das im November 2017 stattfand, eröffnete der Schweizer Regisseur, Theaterautor und Essayist Milo Rau. Rau wurde für die Saison 2018/19 zum Intendanten des Nationaltheaters Gent (Belgien) berufen. Dort will er ein auf internationale Tourneen spezialisiertes «globales Volkstheater» etablieren. Wir drucken hier den ersten Teil seiner Rede, in der er sich vor allem mit seinen aktuellen Projekten, dem «Kongo Tribunal» sowie dem an der Berliner Schaubühne organisierten «Weltparlament» beschäftigt.Liebe Freundinnen und Freunde, die letzten zwei Wochen bin ich mit meinem aktuellen Film «Das Kongo Tribunal – die Dokumentation eines zivilgesellschaftlichen Tribunals», das wir im ostkongolesischen Bürgerkriegsgebiet gegen die lokale Regierung, die UNO, die Weltbank und die grossen multinationalen Rohstoffkonzerne durchgeführt haben – durch Deutschland, die Schweiz und Belgien gereist. Original Author:  Rede von Milo Rau, aufgezeichnet von Alexander Behr, FCE Österreich

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UKRAINE: Das Bergmassiv Swydowets retten!

UKRAINE: Das Bergmassiv Swydowets retten!

Die Bergkette Swydowets ist Teil der Waldkarpaten. Sie liegt in der Region Transkarpatien im Südwesten der Ukraine, eingebettet in die Flüsse Teresva und Tchorna Tisza im geographischen Mittelpunkt Europas. Hier soll ein gigantischer Tourismuskomplex gebaut und somit das ganze Berggebiet zerstört werden.Die Bliznitsa ist mit 1‘883 m der höchste Gipfel des Bergmassivs, das sich über ca. 45‘000 ha erstreckt. Zahlreiche Wälder, seine naturbelassene Wildheit, die Vielfalt der Flora und Fauna und seine drei natürlichen Seen machen es zu einem der schönsten Berggebiete der Karpaten. Die steilen Nordabhänge sind mit Fichtenwäldern, die baumlosen Bergkuppen mit subalpiner Vegetation und Almen bedeckt. Auf den Südhängen überwiegen Fichten/Buchen- oder Buchenwälder. Im Herzen von Swydowets entspringt der Fluss Tchorna Tisza – die Quelle der Theiss, einer der bedeutensten Flüsse der Region. Rund um das Svydovets-Massiv liegen vier Dörfer1. Swydowets erhält mit 1400 mm/Jahr die höchsten Niederschläge in der Region. Original Author:  Komitee zur Erhaltung des Bergmassivs Swydowets, #free Svydovets free.svydovets(at)gmail.com

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MIGRATION: Jagdszenen in Ungarn

MIGRATION: Jagdszenen in Ungarn

Am 23. Oktober 2017, einem Nationalfeiertag Ungarns, verkündete Präsident Victor Orban stolz, dass sein Land eine der letzten migrantenfreien Zonen sei, und dass er gedenke, dies so zu belassen. Demzufolge werden nun alle Praktiken und Richtlinien auf Abschreckung von Immigrant·innen und Asylsuchenden konzipiert und eine Atmosphäre der Angst in der ungarischen Gesellschaft geschaffen. Dies geht einher mit vermehrter Repression gegen Unterstützer·in-nen und NGOs, die mit Geflüchteten arbeiten. Es wurde angekündigt, dass alle Menschen, die mit solchen Gruppen zusammenarbeiten, wie Kriegsverbrecher, Saboteure und Vaterlandsverräter behandelt würden.Legale Einreise ins Nichts Original Author:  Szonja Kravinszkaja und Krisztina Virányi

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ÖSTERREICH: Rückkehr eines Phänomens

ÖSTERREICH: Rückkehr eines Phänomens

Am 15. Oktober 2017 hat die österreichische Bevölkerung ihr Parlament gewählt – das Resultat ist zwar nicht überraschend, aber trotzdem beunruhigend. Armin Thurnher, Herausgeber der Wochenzeitung «Falter», schrieb am 17.10.2017 diesen Kommentar, welchen wir mit seiner freundlichen Genehmigung hier wiedergeben.Der Neofeschist1 – Das Knaben-wunder des WunderknabenFesch und siegreich – Sebastian Kurz2 hat die Bewegung, die Kraft, den Willen.Das tiefe Bedürfnis nach Veränderung der österreichischen Bevölkerung wird nun befriedigt. Selten habe ich etwas Dümmeres gehört. Die Österreicher wollen keine Veränderung. Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es immer war, halt ohne Flüchtlinge und andere lästige Begleiterscheinungen der Moderne. Veltliner-Alpen-Donau-Suprematismus! Nur die roten Gfrieser 3 gehören durch blaue Gfrieser ersetzt. Original Author:  Armin Thurnher

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DEUTSCHLAND: Wahlen-Rummelplatz

DEUTSCHLAND: Wahlen-Rummelplatz

«Die Wahl ist der Rummelplatz des kleinen Mannes, alle vier Jahre da tun wir so, als ob wir täten, aber aufgelöst und regiert werden wir doch», schrieb Kaspar Hauser alias Kurt Tucholsky im September 1930 in der Zeitschrift «Die Weltbühne» über die Erkenntnisse eines selbstständigen Gemüsehändlers nach dem Besuch unzähliger Parteilokale vor der Wahl zum Reichstag. Original Author:  Herma Ebinger, FCE-Deutschland

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SCHWEIZ: Gegen den atomaren Wahnsinn

SCHWEIZ: Gegen den atomaren Wahnsinn

Mitte September 2017 fand an der Basler Universität der dreitägige Kongress der IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) statt mit den Themen Menschenrechte, kommende Generationen und die Verbrechen im Atomzeitalter. Im Jahre 2010 hatte ich, in den gleichen Räumen der Uni Basel, diese engagierten Kritiker·innen der Atomenergie kennengelernt. Die IPPNW wurde 1986 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Gerne erinnere ich mich an unsere Zusammenarbeit beim Organisieren der «Internationalen Konferenz zu den Gefahren der Atomenergie» im Jahre 2012 in Bamako, in deren Folge es uns gelang, das erste Projekt einer Uranmine in Mali zum Scheitern zu bringen.1 Original Author:  Hannes Lämmler, FCE-Schweiz

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