Das Europäische Bürger:innen Forum (EBF) ist ein solidarisches internationales Netzwerk. Mit direkten Interventionen engagierter BürgerInnen zeigen wir dort soziale Missstände auf, wo andere wegschauen.

Durch die Förderung von Selbstorganisation und durch die Vernetzung emanzipatorischer Initiativen hoffen wir, der Utopie einer gerechten Welt einen Schritt näher zu kommen.

Mehr über das EBF erfahren Sie hier. Sie können uns oder eine unserer Kampagnen unterstützen.

Maroc

Infolge der tragischen Ereignisse von Ceuta und Melilla am 28. und 29. September 2005, bei denen Menschen auf der Flucht ihr Leben verloren und mehrere Dutzend Personen verletzt wurden, sowie angesichts der zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, denen Migrantinnen, insbesondere Menschen aus Subsahara-Afrika, auf marokkanischem Staatsgebiet ausgesetzt sind, engagierten sich einige Mitbegründerinnen des Vereins AMI dafür, die Lebensbedingungen von Migrantinnen, die Opfer von Ungerechtigkeiten geworden sind, zu verbessern. Indem sie diese Menschen langfristig unterstützen, ihre Rechte verteidigen und ihnen Beistand leisten, verfolgen sie das Ziel, gesellschaftliche und politische Veränderungen anzustoßen. Auf der Suche nach einem sicheren Ort, an dem sie sich ein neues Leben aufbauen können, und auf der Flucht vor unterschiedlichsten Formen von Gewalt und Übergriffen in ihren Herkunftsländern sowie entlang der Migrationsroute, werden Migrantinnen häufig sich selbst überlassen und befinden sich in einer äußerst prekären und verletzlichen Situation. Frauen, insbesondere junge Frauen, sind zahlreichen Formen von Gewalt und Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts ausgesetzt. Dabei stellen all diese Menschen ein unschätzbares Entwicklungspotenzial für das Aufnahmeland dar. Im Jahr 2013 führte Marokko die Nationale Strategie für Immigration und Asyl (SNIA) ein, die eine Reihe von Maßnahmen und Programmen zur besseren Integration von Migrant*innen umfasst. In den darauffolgenden Jahren erhielten rund 50.000 Menschen das Recht, sich legal auf marokkanischem Staatsgebiet aufzuhalten. Seitdem sind die Bedingungen für die Verlängerung dieser Aufenthaltstitel jedoch zunehmend strenger geworden, und viele Menschen haben ihre Aufenthaltskarte und damit auch ihr Recht auf Arbeit verloren. Der Verein AMI wurde mit einer klaren Mission gegründet: dieser Bevölkerungsgruppe Unterstützung zu leisten und ihre Rechte zu verteidigen. Unsere Arbeit orientiert sich am Einsatz für die Menschenrechte und am Schutz der Würde jedes einzelnen Menschen, insbesondere der besonders schutzbedürftigen Personen: Frauen, schwangere Frauen und Frauen mit Kindern. Heute betreibt AMI vier Schutzhäuser: drei für Frauen und ihre Kinder und eines für Männer. Der Verein hat vor Kurzem ein soziokulturelles Zentrum eröffnet und bietet Alphabetisierungskurse sowie eine solidarische Kinderbetreuung namens „Les Enfants du Monde“ („Die Kinder der Welt“) an. Darüber hinaus werden dort Workshops angeboten, unter anderem in den Bereichen Nähen, Friseurhandwerk, bildende Kunst und weiteren Bereichen, damit Frauen die Möglichkeit erhalten, sich weiterzubilden und neue berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Im Rahmen dieser Initiative organisieren wir vom 04.10.2026 bis zum 14.10.2026 eine Informationstour durch die Schweiz, um die Arbeit der Frauenhäuser in Rabat, Marokko, vorzustellen und auf ihre wichtige Arbeit aufmerksam zu machen. Die Daten finden sie hier: Kalender und Artikel

Ukraine

Mit grosser Sorge verfolgen wir weiterhin die Schrecken des Krieges in der Ukraine. Wir stehen im ständigen Kontakt mit unseren Partnerorganisationen in Transkarpatien. In dieser ausserordentlichen Situation müssen wir weiterhin reagieren. Es braucht Geld, um psychologisch-soziale Hilfe für kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche zu fördern sowie für die Schaffung von Empfangsstrukturen für interne Geflüchtete im Westen der Ukraine. Wir suchen einen Kreis von Freundinnen und Freunden, die bereit sind, mit einer grosszügigen Sonderspende mitzuhelfen.

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Weitere Schwerpunkte 2026

Balkanroute. Unterstützung von Basisinitiativen für Geflüchtete in Bosnien und Kroatien. Beteiligung an der Kampagne #StopDublinKroatien gegen Ausschaffungen von der Schweiz nach Kroatien.

Migration. In allen Ländern, in denen das Europäische BürgerInnen Forum Mitglieder hat, sind wir aktiv beim Empfang und Verteidigung der MigrantInnen. Wenn Sie uns helfen möchten, nehmen Sie bitte direkt Kontakt auf.

El Ejido / Spanien und industrielle Landwirtschaft in Südeuropa. Stärkung der Beratungsstellen für ausgebeutete Migrant⸱innen in den Gemüse-Plastiktunnels in Südspanien und auf den Plantagen in Südfrankreich. Aufklärungsarbeit über die moderne Sklaverei in der industriellen Landwirtschaft in Europa.

Aufklärungsarbeit und biologische Vielfalt. Aufklärungsarbeit über die moderne Sklaverei in der industriellen Landwirtschaft. Unterstützung von Initiativen für bäuerliche Landwirtschaft, biologische Vielfalt und Klimagerechtigkeit.

Artikel aus unserer Zeitschrift Archipel zu den Themen: Landwirtschaft und Migration, Ernährung und Agrarpolitik, Flucht und Migration sowie Nah und Fern finden Sie hier.

LIBANON: Das Leben im Krieg

von Charlotte, EBF *, 15.06.2026, Veröffentlicht in Archipel 359

FRANKREICH / MIGRATION: Migrant·innen in Landwirtschaft und Handwerk

von Verein A4 – «Association d’Accueil en Agriculture et Artisanat», 09.06.2024, Veröffentlicht in Archipel 337

SPANIEN / ANDALUSIEN: Beharrlicher Einsatz für Arbeitsmigrant·innen

von Joanna Moreno, SOC/SAT-Almeria, 12.02.2024, Veröffentlicht in Archipel 333

FRANKREICH: Aufruf zur Solidarität

von FCE, 11.02.2024, Veröffentlicht in Archipel 333

SAATGUT: Das AllerLeuteRecht – eine konkrete Utopie

von Barbara Hable / Unverblümt, 14.06.2026, Veröffentlicht in Archipel 359

IRAK: Keine Palmen mehr am Tahrir-Platz

von Ansar Jasim, 15.05.2026, Veröffentlicht in Archipel 358

LIBANON: Konkrete Solidarität

von Charlotte, Buzuruna Juzuruna, 15.04.2026, Veröffentlicht in Archipel 357

WESTJORDANLAND: Agrarökologie, Kolonialisierung und Widerstand

von Julie und Vera, EBF, 12.02.2026, Veröffentlicht in Archipel 355

BOSNIEN / MIGRATION: Die Ausweitung der Grenze

von Kompas 71, Sarajevo, 15.09.2026, Veröffentlicht in Archipel 361

USA: Widerstand gegen die ICE-Lager

von Lukas Hermsmeier, New York, 15.07.2026, Veröffentlicht in Archipel 360

MIGRATION / FRANKREICH: Neues Einwanderungsgesetz

von Tarek, A4, 15.05.2026, Veröffentlicht in Archipel 358

SCHWEIZ / MIGRATION: Petition für die Abschaffung des Solidaritätsdelikts

von Michael Rössler, 15.05.2026, Veröffentlicht in Archipel 358

GAZA: Die Abwesenheit von Spiegeln

von Rami Abu Reda, 15.09.2026, Veröffentlicht in Archipel 361

SUDAN: Die trügerische Stille

von Robert Prosser, Wien, 15.08.2026, Veröffentlicht in Archipel 361

MALI: Ungewisse Zukunft

von Amara Keita, Bamako, 15.07.2026, Veröffentlicht in Archipel 360

RUSSLAND: Widerstand aus Russland

von Constanze Warta u. Claude Braun, EBF, 15.06.2026, Veröffentlicht in Archipel 359