Ernährung & Agrarpolitik

Braune Ökos? Doch nicht bei uns!

von Florian Walter, Heike Schiebeck, 01.05.2019, Veröffentlicht in Archipel 281

So dachten wir. Wir sind doch die ÖBV (Österreichische Klein- und Bergbäuer·innen Vereinigung) – Mitbegründerin von La Via Campesina, einer weltweiten emanzipatorischen Bewegung. Da hat rechtsextremes Gedankengut keinen Platz. Wir erlebten jedoch mehrmals unangenehme Überraschungen. Im März 2012 beispielsweise, als bei einer Demonstration der agrarpolitischen Plattform «Wir haben es satt!» in Wien plötzlich ein FPÖ-Abgeordneter auftauchte und das Mikrofon ergriff. Er würde unsere Ziele teilen, meinte er. Wir waren nicht dieser Ansicht und setzten uns in unserer Zeitung «Wege für eine bäuerliche Zukunft» (BZ Nr. 2/2013) unter dem Motto «Rechter Rand am Land» intensiv mit Ökofaschismus auseinander.

SPANIEN: Soziale Kämpfe in Andalusien

von Jacques Berguerand, FCE und Longo maï, 23.02.2018, Veröffentlicht in Archipel 267

Auf Einladung der andalusischen Landarbeiter-Gewerkschaft SOC-SAT waren Vertreter·innen des EBF und Genossenschafter·innen aus mehreren Longo-maï-Kooperativen im November 2017 in Spanien. Sie wollten mehr über die aktuellen Kämpfe und die Realität der Landarbeiter·innen in Andalusien erfahren. Hier ihr Bericht, mit einer ausführlichen Übersicht und einem historischen Rückblick.

SUISSE: Stop Roundup, stop Glyphosate

von Esther Gerber et Raymond Gétaz Membres du FCE-Suisse, 12.12.2017, Veröffentlicht in Archipel 265

Environ 40% des denrées alimentaires consommées en Suisse présentent des traces quantifiables de Glyphosate, un produit chimique qui a été qualifié par le CIRC (Centre International de Recherche sur le Cancer), un organe de l’OMS (Organisation mondiale de la Santé), de «probablement cancérigène». En Suisse, chaque année, 300 tonnes supplémentaires de cette substance dangereuse sont utilisées comme herbicide en agriculture et dans des jardins. Elles parviennent ainsi dans nos sols, nos cours d’eaux et dans notre nourriture. Et pourtant, ni la Suisse, ni l’Union européenne n’appliquent le principe de précaution.

Ökozid, Konzerne unter Anklage – Briefaktion gegen Glyphosat

von Claude Braun, EBF Schweiz, 08.12.2017

Multinationale Konzerne verletzen die Menschenrechte und zerstören die Umwelt. Gegen ihre Verbrechen können wir uns wehren. Schreiben Sie einen Protestbrief an die Bundespräsidentin der Schweiz!

CHINA: Das ländliche China retten

von Erik de Haese, EBF Frankreich, 20.10.2017, Veröffentlicht in Archipel 263

Das ist der Bericht über eine dreimonatige Reise durch China, über Begegnungen mit Bauern und Besuche bei Kooperativen und anderen Gemeinschaften. Meist waren wir mit dem Zug unterwegs, was uns ermöglichte, ganz verschiedene Dimensionen dieses unglaublich facettenreichen Landes zu erfahren, das so gross ist wie ein Kontinent.Auf der Reise lernten wir ländliche Netzwerke kennen und trafen mit Stadtflüchtlingen sowie Pionierinnen und Pionieren zusammen, die den Ursachen und unbarmherzigen Folgen der Landflucht eine Alternative entgegensetzen wollen, einer Landflucht, die als grösste Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte angesehen wird.

Das Buch zum Monsanto-Tribunal: Ökozid – Konzerne unter Anklage Internationales Monsanto Tribunal, Den Haag 2016

von La rédaction, 20.10.2017, Veröffentlicht in Archipel 263

Opfer der Verbrechen von Monsanto bezeugten mit ihren Aussagen vor fünf international anerkannten Richter·innen im Oktober 2016 in Den Haag die schweren Verletzungen der Menschenrechte durch Monsanto. Viele Opfer berichteten über die verheerenden Wirkungen des Herbizids Roundup und seinem Wirkstoff Glyphosat. Im April 2017 stellten die fünf Richter·innen in Den Haag die Rechtsgutachten des Monsanto Tribunals der Öffentlichkeit vor: Der Konzern verletzt die Menschenrechte auf eine gesunde Umwelt, auf Nahrung, auf Gesundheit, auf freie Ausübung der Wissenschaft und wäre des Ökozids schuldig, wenn es diesen Straftatbestand schon gäbe.

KIOSK: Saatgut ist Gemeingut - Der Film kann jetzt bestellt werden

von Filmcrew, 01.10.2017, Veröffentlicht in Archipel 240

Nach drei Jahren intensiver Arbeit haben wir unser umfangreiches Projekt fertiggestellt. Anfangs dachten wir, einen etwa einstündigen Film über die Saatgutgewinnung zu produzieren, doch unser selbst gestecktes Ziel, diesselbe bis ins kleinste Detail erklären zu wollen, brachte uns schliesslich zu einer Produktion von vier DVDs mit einer Laufzeit von über sieben Stunden. Sie erfahren somit alles über die Vielfalt, Bestäubung, den Samenbau, sowie die Gewinnung und Konservierung von 32 verschiedenen Gemüsesamen. Der Film ist in kurze Sequenzen von vier bis fünfzehn Minuten unterteilt, die man unabhängig voneinander für die jeweilige Pflanze anschauen kann. Zusätzliche Sequenzen erklären anschaulich der Blühbiologie, die Bestäubung durch Insekten und Wind, die botanische Klassifizierung der Pflanzen, wie ein Samenkorn geschaffen ist, usw. Des Weiteren gibt es Filmabschnitte, die z. B. zeigen, wie es gelingt, Kreuzungen von Sorten im Garten effizient zu verhindern oder Saatgut mittels verschiedener Methoden (im Wasser oder trocken) zu gewinnen.

VENEZUELA: Ein kooperatives Projekt besteht in der Krise

von Jorge Rath, Cecosesola*, 01.10.2017, Veröffentlicht in Archipel 262

Seit 50 Jahren besteht das Kooperativennetz Cecosesola im Nordwesten Venezuelas. Die derzeitige Situation der Verknappung von Lebensmitteln und Medikamenten in Venezuela hat weit reichende Auswirkungen, auch auf die Entwicklung von Cecosesola. Eine Analyse der Krise in Venezuela und deren Auswirkungen auf das Kooperativennetz.

AGROCHEMIE: Das Rechtsgutachten des Monsanto Tribunals

von Michael Rössler, 06.08.2017, Veröffentlicht in Archipel 261

Am 18. April 2017 übermittelten die fünf Richter_innen des Internationalen Monsanto Tribunals ihr Gutachten über die Tätigkeiten des Konzerns in einer öffentlichen Sitzung in Den Haag. Sie hatten sich ein halbes Jahr Zeit genommen, um ein juristisch gut fundiertes Dokument vorzulegen. Hier eine Zusammenfassung.

SÜDSPANIEN: Landbesetzungen in Andalusien

von Federico Pacheco, SOC-SAT, 06.08.2017, Veröffentlicht in Archipel 261

Die Besetzungen von zwei brachliegenden landwirtschaftlichen Betrieben, einer davon bereits Eigentum einer Bank, der andere noch im Besitz der öffentlichen Hand, aber in Privatisierung begriffen, geben dem andalusischen Beispiel von der Wiederaneignung unserer Lebensgrundlagen neuen Schwung.